Dormagen: Mobile Wache der Polizei in Hackenbroich

Mobile Wache: Polizei: Hackenbroich ist besser als sein Ruf

Die Polizei zeigt Präsenz in Dormagen: Nachdem die Beamten in der vergangenen Woche zum Besuch ihrer Mobilen Wache nach Zons eingeladen hatten, waren sie am Dienstag drei Stunden lang mit dem neuen Mercedes Sprinter an der Neckarstraße in Hackenbroich anzutreffen.

„Mit dem Multifunktionsfahrzeug können wir eine normale Wache fast ersetzen“, sagt der Hackenbroicher Bezirksbeamte Stephan Bily. Denn das Auto verfügt über eine Sonderausstattung, die die Bearbeitung zahlreicher Vorgänge ermöglicht – von der Fahrradcodierung samt Datenüberprüfung, ob der Drahtesel als gestohlen gemeldet ist, bis hin zu der Möglichkeit, Anzeigen aufzunehmen.

Der Polizei geht es aber auch um Öffentlichkeitsarbeit. „Wir möchten signalisieren, dass wir für die Leute ansprechbar sind“, sagte Bily. Der Polizeihauptkommissar wurde am Dienstag von seinen Kollegen Jürgen Balzer und Karl Plischka unterstützt. Mehrere Bürger ließen ihre Räder codieren, andere wollten sich das neue Fahrzeug ansehen oder ungezwungen mit den Beamten reden. Dabei ging es nicht nur um Einbruchschutz oder Führerscheinrecht, sondern auch um Anliegen, die eigentlich hauptsächlich in die Zuständigkeit der Kommune fallen, wie zum Beispiel Ärger über Müll.

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Im Gespräch mit unserer Redaktion brach der Bezirksbeamte eine Lanze für „seinen“ Stadtteil. Der schlechte Ruf, der Hackenbroich mitunter voran eile, sei unberechtigt. „Durch unsere Kriminalitätsstatistik ist er nicht begründbar. Von einem Brennpunkt kann keine Rede sein“, berichtete Bily. Die Mobilen Wachen touren durch den gesamten Rhein-Kreis. Stephan Bily ist im Bürgerhaus an der Salm-Reifferscheid-Allee erreichbar (02131 300-21364).

(ssc)
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