Dormagen: Margarete und Fritz Probst feiern Eiserne Hochzeit

Eiserne Hochzeit in Dormagen : Im Tanzsaal fing die Liebe an

Margarete und Fritz Probst kennen sich seit 1946 und feiern nun Eiserne Hochzeit.

Ein Jahr nach Kriegsende, so erzählt es Fritz Probst heute, gab es kaum ein Vergnügen. Er war erst kurz aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Das einzige, was der 18-Jährige Junge 1946 im Kopf hatte, war Tanzen. Und das brachte ihn zu der Liebe seines Lebens. Eines Abends lernt er im Worringer Tanzsaal in Köln Margarete kennen. 17 Jahre war sie damals, Fritz tanzt mit ihr, anschließend gehen die beiden gemeinsam aus. Dann waren sie zusammen – und sind es bis heute geblieben.

Gestern feierten Margarete und Fritz Probst ihre Eiserne Hochzeit. 65 Jahre ist es nun her, dass sie sich das Ja-Wort gegeben haben. „Wir haben etwas später geheiratet, 1954 war das, vorher konnten wir uns keine Wohnung leisten“, sagt Fritz. Der 90-Jährige machte nach der Schule eine Ausbildung als Feinmechaniker und arbeitete bei einem Betrieb in Köln. Für Margarete, und besonders den gemeinsamen Sohn, wechselte er 1961 zu Bayer nach Dormagen. Margarete arbeitete dort in einer Kammgarnspinnerei. Das Paar zog in eine Wohnung an der Langenfuhr – hier wohnt es bis heute.

Fragt man die beiden nach dem Geheimnis ihrer langen Liebe, sagen sie, es war das gegenseitige Vertrauen, das sie immer weiter machen ließ. „Wir sind durch dick und dünn gegangen“, sagt Margarete. „Wobei es natürlich weniger dick war.“ Gemeinsame Reisen haben sie zusammengeschweißt. Oft wanderten sie in den Alpen oder fuhren mit dem Schiff die Elbe und Donau entlang. Einmal reisten sie nach Norwegen und machten auch dort eine Rundfahrt auf dem Wasser. In den späteren Jahren verbrachten Fritz und Margarete die freien Tage in Thüringen, der Heimat seiner Familie.

Zeit für die eigenen Hobbys blieb trotzdem. Fritz war mehr als 30 Jahre im Dormagener Filmclub aktiv, Margarete häkelte Blumen und bis heute liest sie gerne kölsche Literatur. Das Ehepaar hat einen Sohn und zwei Enkelkinder.

Mehr von RP ONLINE