Dormagen: MAM rockt "kölsche Leeder" in der Kulturkirche

BAP-Coverband spielt zwei Mal in Dormagen : MAM rockt „kölsche Leeder“ in der Kulturkirche

Die beliebte BAP-Coverband trat am Wochenende gleich zwei Mal in Dormagen auf – mal rockig, mal „unplugged“.

Sie haben Spaß daran, und sie bringen Spaß. Ob nun am Freitag „rockig“ im Programm oder am Samstag „unplugged“: Die Musiker von MAM servierten Hits „für metzesinge“.

In der für wuchtige Musik stets aufgeschlossenen Dormagener Kulturkirche ist die Band längst, auch dank des Gastgebers Frank Picht, kultiger Stammgast. Voller Spielfreude stemmte die Cover-Band des großen Vorbilds BAP ein dreieinhalbstündiges Programm. Ihre Fans wissen das zu schätzen, wie die Klang- und Showeffekte anhaltend bewiesen. Ob nun elektronisch verstärkt oder mit der Kraft der Stimmen, ihrer Saiten, ihres Schlagzeugs, ihres Saxophons oder des Percussion-Geräts – hier erlebten sie ihre Wiederbelebung. Gemeint sind die BAP-Hits der Siebziger und Achtziger bis hoch in die 90er Jahre.

Manche Performances – wie etwa „Verdamp lang her“ – kommen taufrisch rüber wie am ersten Tag. Und vor allem dem Original so täuschend ähnlich, dass Wolfgang Niedecken, die Seele von BAP, einst am Radio meinte, das wäre er selbst. Aber dabei schmetterte da Klaus Drotbohm, Sänger und Gitarrist, bei der Gelegenheit ins Mikrofon. In der Kulturkirche sind sie alle wieder zur Stelle, diese mitreißenden BAP-Songs. Mühelos bringen die Niedecken-Jünger die Stimmung im Saal von null auf hundert. „Frau, ich freu mich“ findet ebenso Anklang wie „Du kannst zaubern“. Und alles andere. Emotionalität blieb bei manch einem nicht aus, wenn die acht BAP-Verrückten – alle durch die Bank im engen oder weiteren Sinn Kölsche – gemeinsam loslegten oder wenn von zwei Interpreten musikalische Battles ausgetragen wurden. Natürlich ohne Sieger, dafür aber mit „Fun, Fun, Fun“ in Ballung. Jeder Einzelne ist eine von der Rockmusik geprägte Type, ob im Einzelfall natur oder technisch verstärkt. BAP und damit Niedecken haben solche unüberseh- und unüberhörbare Tonspuren gelegt, dass immer noch Neuentdeckungen möglich sind.

Das ist neben der simplen Spielfreude und dem Erlebnis ihrer Gemeinschaft auch der Kitt, der sie alle zusammenhält: Oliver Küster (Gitarre), Marco Beier (Schlagzeug), Marc „Maecces“ Juras (Bass), Oliver Rebhan (Keyboard), Christoph Freitag (Saxophon), Alexander Arnautovic, Percussion, und Christian Ebert (Gitarre). 30 Auftritte bewältigen sie alljährlich und kommen damit deutschlandweit überall herum. In der Dormagener Kulturkirche treten sie sehr gern auf, denn die heiße Stimmung kitzelt bei der Band immer noch wieder neue Gags ihres Konzertierens heraus. Und am Wochenende geschah das in Dormagen sogar im Doppelpack.

Mehr von RP ONLINE