Dormagen: Kran-Unfall bei Covestro kostete Millionen.

Chempark Dormagen : Kran-Unfall im April kostete Covestro Millionen

Der 11.April dieses Jahres war ein schlechter Tag für den Werkstoffhersteller Covestro. Am späten Vormittag hatte es auf dem Gelände des Unternehmens im Chempark Dormagen einen schweren Unfall gegeben.

Ein großer Kran war bei Arbeiten auf eine der Rohrbrücken mit Versorgungsleitungen gestürzt; sechs Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Der Kran musste mithilfe zweier anderer Kräne wieder aufgerichtet werden. Ein Stoff war ausgetreten; dabei hatte es sich um eine Komponente aus der Schaumstoffherstellung gehandelt. Immerhin: Ein Luftmesswagen, der wegen eines ausgetretenen Produktes am Unglückstag eingesetzt worden war, hatte keine kritischen Werte festgestellt. Auch den Opfern, von denen einige ins Krankenhaus gebracht worden waren, ging es recht schnell wieder besser. Was allerdings bleibt, sind die wirtschaftlichen Einbußen. Und die sind erheblich, wie unsere Redaktion jetzt erfuhr.

„Einen Millionen-Eurobetrag im niedrigen zweistelligen Bereich“ habe Covestro das Unglück gekostet, informierte Covestro-Vorstand Klaus Schäfer aus Straberg auf Anfrage im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn außer dem eigentlichen Sachschaden gab es längere Produktionsausfälle, weil die betroffene Anlage längere Zeit nur in Teil- statt in Volllast gefahren werden konnte.

Dieses Problem ist inzwischen gelöst. „Die Fachleute haben einen hervorragenden Job gemacht“, lobte Klaus Schäfer, „die Anlage stellt wieder alle Produkte her, die sie herstellen muss.“ Noch nicht abgeschlossen ist laut Schäfer die Forschung nach der Ursache für das Unglück. Das Unternehmen äußert sich dazu derzeit auch nicht weiter – wohl nicht zuletzt mit Blick auf ungeklärte Rechts- und Haftungsfragen.

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