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Dormagen: Kirche setzt sich für Queere-Community ein

Kirche in Dormagen : Seelsorgebereich Dormagen-Nord setzt sich für „Queere“ ein

Der Seelsorgebereich Dormagen-Nord findet deutliche Worte für die „Queere“-Community. Am Donnerstag findet ein besonderer Gottesdienst statt.

Es sorgte im vergangenen Jahr für große Aufregung, als der Vatikan das Segnungsverbot für homosexuelle Paare erließ. Bereits damals kritisierte Klaus Koltermann, Pfarrer im Seelsorgebereich Dormagen-Nord, das Verbot scharf. So sagte er: „Es steht mir nicht zu, einen Segen zu verneinen. Mir fehlt die Wertschätzung einer solchen alternativen Lebensform.“ Der Segen stünde jedem Menschen zu. Mittlerweile hat die Aufregung, zumindest in der breiten Öffentlichkeit nachgelassen, ein Grund für die Kirche in Dormagen noch einmal nachzusteuern. Im Rahmen eines „Wortgottesdienst für Liebende“, am heutigen Donnerstag (30. Juni), will der Seelsorgebereich Dormagen-Nord erneut auf das Thema aufmerksam machen.

Birgit Linz-Radermacher, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, sagt: „Diese Thematik ist für uns sehr wichtig. Es kann einfach nicht sein, dass so etwas akzeptiert wird. Im vergangenen Jahr ist das Thema hochgekocht und wir haben bereits reagiert, doch es soll keine Eintagsfliege sein und wir wollen erneut deutlich machen, was wir davon halten.“ Der „Wortgottesdienst für Liebende“, der um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Pankratius in Nievenheim stattfindet, steht dieses Mal ganz im Zeichen des Regenbogens.

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„Der Regenbogen ist ein Symbol der Solidarität mit allen Menschen geworden – egal welcher sexuellen Ausrichtung sie sich zugehörig fühlen“, heißt es. „Daher hingen und hängen vielerorts – auch in unserem Seelsorgebereich – Regenbogenflaggen als Zeichen gegen Ausgrenzung und Ablehnung. Und so wird es unter dem Zeichen des Regenbogens auch in diesem Jahr wieder einen Gottesdienst für Liebende mit Segnung geben.“

Der Gottesdienst sei für alle Menschen: „Alle Verliebten, Verlobten, Ehepaare, Geschiedene, Wiederverheiratete, alle Alleinstehenden, die sich einer Partnerin, einem Partner verbunden fühlen, alle Heterosexuellen, alle Homosexuellen, alle queeren Menschen sind herzlich eingeladen.“ Laut Linz-Radermacher sei das Feedback in Dormagen stets positiv, die Resonanz hoch. „Auch, wenn die Aufmerksamkeit deutlich zurück gegangen ist.“

(kiba)