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Dormagen: Kindergottesdienste kommen zu Familien – virtuell

Weihnachten in Dormagen : Virtuelle Familien-Gottesdienste

Pastor Peter Stelten will an Heiligabend die Möglichkeiten der digitalen Medien nutzen und Eltern mit Kindern die Weihnachtsbotschaft „frei Haus“ liefern.

Peter Stelten klingt ein bisschen verschmitzt. „Ich bin ein richtiger You-Tuber geworden“, erzählt der Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Michael. Seit Corona zuschlug und zeitweise sogar die Besuche von Gottesdiensten unmöglich machte, wendet sich der Geistliche immer wieder mit Videobotschaften an die Gläubigen.

Die Kirchen sind wieder offen, doch die Abstandsgebote bleiben bestehen. Und um erst gar kein Risiko einzugehen, hat sich Stelten mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest etwas Neues ausgedacht. Weil die Kindergottesdienste erfahrungsgemäß sehr stark besucht sind, sollen sie in diesem Jahr zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus nicht vor Ort stattfinden. Was aber nicht bedeutet, dass sie ausfallen. Laut Stelten heißt die Botschaft diesmal: Bleibt zu Hause, wir bringen die Familien-Gottesdienste an Heiligabend zu Euch. Und zwar virtuell, übers Internet und unter Einbeziehung aller drei Kirchen im südlichen Dormagen.

„In St. Katharina in Hackenbroich wartet Diakon Ronald Brings mit dem Weihnachtsevangelium“, schildert Stelten den Ablauf. Von dort gehe es weiter zu Pastoralreferentin Maria Schwarz nach St. Michael in Dormagen-Mitte, wo ein Krippenspiel mit Figuren aufgeführt wird. Und in St. Martinus in Zons, wo Diakon Klaus Roginger zugegen sein wird, sprechen Familien mit drei Kindern Fürbitten.

Musik wird es auch geben. Kinder aus den Chören der Gemeinde tragen in ganz kleiner Besetzung Lieder vor, und in St. Martinus wird das junge Musiktalent Raphael Harfe spielen. „Zum Abschluss ist das Glockengeläut aller drei Kirchen zu hören“, kündigt Pastor Stelten voller Vorfreude an.

Und mit noch einer guten Idee wartet der Geistliche auf. Weil die Paketboten in diesen Tagen vor dem Fest besonders hart arbeiten müssen, hat er ihnen vors Pfarrhaus ein Körbchen gestellt – mit Nikoläusen zum Mitnehmen.