Dormagen: Dormagen kämpft weiter um Palliativstation

Dormagen : Dormagen kämpft weiter um Palliativstation

Engagiert hat die Hackenbroicherin Maria Kauke in den vergangenen Wochen Unterschriften für den Erhalt der Pallialtivstation am Kreiskrankenhaus Dormagen gesammelt. Insgesamt 700 Unterschriften hat sie bereits bei Palliativmediziner Dr. Udo Kratel, dem Vorsitzenden des Praxisnetzes Dormagen, der das Ambulante Hospiz-Zentrum in Dormagen aufgebaut hat, abgegeben.

"Es ist mir wichtig, dass die Entscheidungsträger sehen, dass viele Dormagener für diese Palliativstation kämpfen", erklärt Maria Kauke. Sie hat bei ihren Unterschriftensammlungen stets gute Erfahrungen mit den Passanten gemacht: "Viele sind erst weitergegangen und dann sogar wiedergekommen, als sie hörten, worum es geht."

Nach derzeitigem Krankenhausplan sind die 15 vorgesehenen Palliativbetten für das Gebiet des Rhein-Kreises Neuss auf die beiden Krankenhäuser in Grevenbroich und Neuss (Lukaskrankenhaus) verteilt, wo bisher keine Palliativstationen bestehen. Daher haben die Krankenkassen angekündigt, die Förderung der beiden bereits laufenden Stationen in Dormagen und Neuss (Johanna-Etienne-Krankenhaus) ab nächstem Jahr einzustellen.

Gegen diese Entscheidung haben sich auch der Kreiskrankenhausausschuss und der Kreisausschuss mit einer Resolution gewandt, die Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gemeinsam mit mehr als 5000 Unterschriften, die im Kreiskrankenhaus Dormagen und bei der Hospizbewegung gesammelt wurden, an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft weitergeleitet hat.

Darin werden für alle vier Akutkrankenhäuser im Rhein-Kreis Palliativbetten gefordert. "Wir halten an der Palliativstation in Dormagen fest", betonte Landrat Petrauschke jetzt am Wochenende erneut. "Wir dürfen diese wertvolle Station nicht schließen, allerdings wäre es gut, wenn wir nicht im Einzelfall die Leistungen abrechnen müssten, sondern es eine generelle Entscheidung für ein wohnortnahes Palliativangebot gäbe."

Auch Kreiskrankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus kämpft weiter um den Erhalt der Dormagener Palliativstation, die vor knapp einem Jahr eingeweiht wurde: "Diese gute Einrichtung werde ich nicht aufgeben!" Im September ist ein Gespräch mit den Kostenträgern, den Krankenkassen, geplant

(NGZ/rl)
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