Dormagen: "Julis" fordern Schutzraum für Mobbing-Opfer

Junge Liberale in Dormagen : „Julis“ fordern Schutzraum für Mobbing-Opfer

Mobbing trifft nicht nur Erwachsene. Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung fürchtet sich jedes dritte Kind ausgegrenzt, gemobbt oder geschlagen zu werden.

Im Rahmen des „Lifehacks Politik“ stand dieses Thema bei den Jungen Liberalen in Dormagen mehrfach auf der Tagesordnung, wie es jetzt in einer Pressemitteilung der Politiker heißt.

So hatten die Schüler geäußert, dass ihnen ein Schutzraum für von mobbingbetroffenen Jugendlichen im Dormagener Stadtgebiet fehle. „Das soll nicht als Ersatz für therapeutische oder schulische Angebote gesehen werden, sondern einfach eine sinnvolle Ergänzung darstellen, um den gewünschten Austausch zwischen akut Betroffenen oder auch ehemals Betroffenen zu ermöglichen“, sagt Wayne Powils Vorsitzender der Jungen Liberalen Dormagen. Im Schutzraum soll ein Sozialarbeiter oder ein Therapeut anwesend sein, heißt es weiter, um bei Bedarf die Gespräche der Jugendlichen zu begleiten und zeitgleich für den Schutz der Jugendlichen Sorge zu tragen.

„Ein wichtiges Anliegen der Jugendlichen ist darüber hinaus, dass die Schutzräume nicht öffentlich gemacht, sondern unter den Betroffenen kommuniziert oder von den Vertrauenslehrern oder von privaten Therapeuten empfohlen werden“, sagt Dominik Nalewaja stellvertretender Vorsitzender der „Julis“ Dormagen. Mit diesen Räumlichkeiten und dem Austausch untereinander soll zudem die erste Hemmschwelle zur Äußerung des selbst erlebten Mobbings genommen werden.

(NGZ)
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