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Dormagen: Jägerzug „Frohsinn 2010“ sorgte für die einzige Großfackel​

Fackelzug in Dormagen : Jägerzug „Frohsinn 2010“ sorgte für die einzige Großfackel

Der Pandemie war es geschuldet, dass die Beteiligung am Fackelzug am Samstagabend geringer ausfiel als noch in den Jahren vor Corona.

Bürgermeister Erik Lierenfeld brachte es am Samstagabend auf den Punkt: „Endlich feiert Dormagen wieder Schützenfest, und ich freue mich sehr, dass wir miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Spaß haben und etwas trinken können.“ Nahezu alle Schützenkönigspaare aus dem Stadtgebiet, dazu das Rheinfelder Maikönigspaar, der am Freitagabend frisch gekürte BSV-Gästekönig Jürgen Klein, der König der Könige Wilfried Rheinfurth und sogar die amtierende Neusser Majestät, der frühere Dormagener Polizeichef Kurt Koenemann mit seiner Gattin Beate, waren zum städtischen Empfang erschienen, der traditionell dem Fackelzug vorausgeht.

Keine Tradition, aber viel Charme hatte der Schauplatz der Zusammenkunft: Statt wie bislang im Trausaal des Historischen Rathauses begrüßte Lierenfeld die Uniformierten und ihre festlich-elegant gekleideten Damen im Park zwischen den beiden Rathäusern. Der Ortswechsel ins Freie war dem wieder steigenden Corona-Infektionsgeschehen geschuldet und kam den Anwesenden bei idealem Wetter durchweg zupass. Vor dem Historischen Rathaus spielte das Rhine Guards Brass & Drums Corps währenddessen ein Platzkonzert, danach erboten alle beteiligten Tambourcorps und Musikkapellen ihren musikalischen Gruß – den Schützenmajestäten ebenso wie hunderten Zuschauern aller Generationen, die sich versammelt hatten, um den ersten Fackelzug nach zweijähriger Corona-Pause zu sehen.

 Mit Rauch bot die Großfackel auch ootisches einiges, den Zuschauern am Straßenrand gefiel es.
Mit Rauch bot die Großfackel auch ootisches einiges, den Zuschauern am Straßenrand gefiel es. Foto: Franziska Gräfe
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Diese hat dem BSV Dormagen, wie allen Vereinen, deren Aktivitäten brachliegen mussten, zugesetzt. Lediglich eine Großfackel konnte Schützenchef Hans-Arnold Heier im Vorfeld ankündigen. Auch schien die Zahl der Marschierer beim Fackelzug kleiner als noch zum letzten Fest 2019. Einige Züge, darunter der Gästezug „Dormagener Fründe“, fehlten ganz, andere waren nicht in voller Stärke angetreten. Ein stolzes Bild gab das Regiment nichtsdestoweniger ab, und beim zweiten Vorbeimarsch des Zuges an der voll besetzten Tribüne um kurz vor zehn kamen Lampions und Leuchtstäbe denn auch zur Geltung.

Der Jägerzug „Frohsinn 2010“ tut sich dieses Jahr mit der einzigen Großfackel hervor, die sich – natürlich – mit der Pandemie beschäftigt. „Nach zwei Jahren lang allein im Nest, feiern wir wieder Schützenfest“, steht auf dem Motivwagen, den passend dazu ein großes Ei ziert, aus dessen zerborstener Schale vorsichtig ein Vogel in die Menge lugt. Um kurz nach zehn schon marschierte das Regiment im Festzelt ein, denn der Zugweg ist deutlich gekürzt worden. Doch Schützenfest bleibt Schützenfest und das Dormagener in seiner Bedeutung als Kirmes für die ganze Stadt ungebrochen. So waren trotz oder gerade wegen der Corona-Zwangspause die waghalsigen Fahrgeschäfte und Attraktionen auf dem Kirmesplatz ebenso wie das Festzelt am Samstagabend gewohnt gut besucht, sodass das sehenswerte Höhenfeuerwerk sein verdientes Publikum fand.