Dormagen: Ineos fährt Anlagen nach Störfall wieder an

Unglück in Dormagen : Ineos-Störfall verursacht Millionenschaden

Es läuft nicht gut derzeit für die örtlichen Großunternehmen. Im April hat der Kran-Unfall im Chempark einen Schaden im unteren zweistelligen Millionenbereich verursacht. Nun folgt die nächste Hiobsbotschaft von Ineos.

Dort hatte es am vergangenen Freitag um 17.18 Uhr einen Störfall gegeben, der zu erheblichen Produktionsausfällen geführt hatte. Dem Petrochemieunternehmen ist dadurch ein Schaden entstanden, der sich voraussichtlich in Millionenhöhe bewegt. Das berichtete Unternehmenssprecherin Anne-Gret Iturriaga Abarzua auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Ursachenforschung läuft. Bis jetzt steht fest, dass der große Stromausfall, der das Anspringen von Sicherheitseinrichtungen und dreifachen Hochfackelbetrieb zum Verbrennen überschüssiger Gase ausgelöst hatte, in einem Trafohaus im westlichen Teil des Werks ausgelöst worden war. Der Hochfackelbetrieb hatte zu Unruhe in der Bevölkerung geführt. Er war nach etwa zwei Stunden beendet. Welches Problem es genau in dem Trafohaus gegeben hat, „ist noch unbekannt und wird untersucht“, so Iturriaga.

Sie betonte, dass bei dem Vorfall niemand verletzt worden sei. Auch die zuständigen Behörden seien am Freitag umgehend informiert worden. Umweltmesswagen seien inner- und außerhalb des Werks im Einsatz gewesen und hätten keine erhöhten Messwerte festgestellt. Die wegen der Störung ausgefallenen Produktionsanlagen befänden sich im Wiederanfahrbetrieb, der sich über mehrere Tage erstrecken würde, berichtete die Sprecherin weiter: „Wir haben uns ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedankt, die seit Freitagabend alles daran gesetzt haben, die Auswirkungen der Stromstörung möglichst gering zu halten und die nun mit dem Wiederanfahrbetrieb beschäftigt sind.“

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