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Dormagen: Dormagen im Schützenglanz

Dormagen : Dormagen im Schützenglanz

Prachtvoller Festauftakt zum 143. Dormagener Schützen- und Heimatfest. Jubel um das Königspaar Ingo und Klaus Bouvelet. Oberst Willi Loibl unter großem Beifall zum Generaloberst befördert.

Schützenfest — Dormagen zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ein Auftakt zum 143. Fest nach Maß. Kaiserwetter legt zusätzlichen Glanz auf das 800 Mann starke Regiment und die farbenfroh geschmückte Stadt. Adjutant Jacky Luckas kommandiert das zackige Regiment mit prachtvollen Blumenhörnern. Hitzeausfälle sind nicht zu beklagen. Oberst Willi Loibl ist bei seinem letzten Fest als Regimentschef Ruhe auferlegt. Er hat bis Freitag 15 Uhr mit Herzproblemen im Lukas-Krankenhaus gelegen. Doch Neusser Ärzte haben auch ein großes Schützenherz. Strapaziert wurde das Herz dennoch: Beim Festkommers am Sonntag Morgen wurde Willi Loibl zum Generaloberst ernannt — ein ganz seltene Ehre in Dormagen. Die Schützen feierten ihn mit kaum enden wollendem Beifall.

Stehende Ovationen auch für das Königspaar Ingo und Klaus Bouvelet. Ihre Lebensfreude steckt die Schützen und deren Gäste förmlich an. Ihre Homosexualität wird von den Schützen und Bürgern voll akzeptiert. Am Montag ab 17 Uhr werden die Nachfolger ermittelt. Drei Anwärter werden bislang gehandelt. Alte Bekannte unter der Vogelstange: Horst Löchelt, Rainer Warstat und Ralf Ludwig. Angeblich sollen sich noch mindestens zwei weitere Aspiranten mit Schießgedanken tragen.

Feststimmung bereits am Freitagabend beim Fassanstich. Landtagsabgeordneter Wiljo Wimmer sicherte sich die Würde des Gästekönigs, Gerd Schröder wurde König der Könige.

Der Samstagabend bot vor dem Rathaus wieder eines der schönsten Szenarien, die im Jahresverlauf die Innenstadt beleben: das Konzert zunächst des Fanfarenkorps Neuss-Furth und anschließend der vereinten Tambourkorps. Der anschließende Fackelzug wurde begeistert aufgenommen.

Ausgelassene Stimmung im Festzelt bis spät in die Nacht. Der Planenbau des neuen Zeltwirts Georg Späth bekam mehrfach Sonderapplaus. Auch wenn es spät wurde: Das Regiment zeigt sich am Sonntagmorgen wie aus dem Ei gepellt. Mahnende Worte gaben Pfarrer Peter Stelten in der Kirche und BSV-Chef Rolf Starke am Ehrenmal den Schützen mit auf den Weg: Stelten sprach das Miteinander der Generationen an, das Aufeinanderzugehen von alt und jung. Starke schlug den Bogen bis zu den Schrecken der Kriegsjahre. Diese Geschichte sollte als Mahnung von den Dormagener Schulen weiter aufgearbeitet werden.

Ein farbenfroher Festumzug am Nachmittag, Public Viewing im Zelt, ein stimmungsvoller Königsabend bis tief in die Nacht — Schützenherz, was willst du mehr!

(NGZ)