Dormagen: HVV kritisiert geplanten Parkplatz-Abbau in Zons

Parkplatz-Not in Zons : Heimatverein kritisiert Parkplatz-Abbau in Zons

Die knappe Anzahl an Parkplätzen rund um die Zonser Altstadt ist ein Dauerthema. Jetzt kritisiert der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Zons eine weitere Reduzierung der „ohnehin schon knappen Parkplätze in Zons“.

Die Stadt plane, mehr als die Hälfte der öffentlichen Parkplätze am Herrenweg in Zons „umzunutzen“ und an einen Bauträger zu verkaufen, um darauf Wohnhäuser zu errichten. „Wegen angeblich mangelnder durchschnittlicher Auslastung der rund 100 Stellplätze werden mit dieser Planung ca. 60 dringend benötigte Plätze dauerhaft entfallen“, hat HVV-Vorsitzender Jürgen Waldeck hochgerechnet.

Im Rahmen der aktuellen Öffentlichkeitsbeteiligung spricht sich der Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Zons nun entschieden gegen diese Planungen aus. „Als einer der Hauptveranstalter in Zons wissen wir, dass Durchschnittszahlen keinerlei Bedeutung haben, für Zons zählt nur die Spitzenbelastung an den vielen Veranstaltungstagen und sonnigen Wochenenden, an denen jeder Parkplatz dringend benötigt wird“, betont Jürgen Waldeck. Ein aktuelles Bespiel, das der Heimat- und Verkehrsverein Zons anführt: „Der Matthäusmarkt stand wegen der fehlenden Parkplätze durch die nicht abgestimmte Sperrung der Tiefgarage und der Archiv-Dauerbaustelle kurz vor dem Aus und konnte nur durchgeführt werden, weil unsere Marktteilnehmer auf dem Dormagener Schützenplatz parken mussten“, erinnert Waldeck.

Bei einem ersatzlosen Wegfall von 60 Stellplätzen werde sich die touristische Infrastruktur in Zons deutlich verschlechtern, und der Ärger vieler Anwohner und Besucher weiter zunehmen, prognostiziert der HVV. Der Vorstand des Vereins fordert: „Politik und Verwaltung sollten sich eigentlich dafür einsetzen, die Parksituation in Zons zu verbessern und nicht weiter zu verschlechtern.“ Mit seiner offiziellen Einwendung gegen die Vorentwürfe der Planvorhaben appelliert der HVV-Vorstand deshalb an die Dormagener Politik, „in diesem Fall auf zusätzliche Einnahmen für die Umnutzung der heutigen Parkflächen zu verzichten, um die örtliche und touristische Infrastruktur der alten Zollfeste Zons für Bewohner und Besucher lebens- und liebenswert zu erhalten.“

Wie Stadtpressesprecher Max Laufer auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, sei für solche Einwände das Verfahren so eingerichtet: „Die vorgebrachten Argumente des Heimat- und Verkehrsvereins Zons werden im Rahmen der Gesamtabwägung berücksichtigt.“

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