Dormagen: Herzwochen informieren über Vorhofflimmern

Deutsche Herzstiftung : Bei den Herzwochen in Horrem sprechen Experten über Vorhofflimmern

Im Leben eines Menschen schlägt das Herz weit über zwei Milliarden Mal. Doch was tun, wenn der Herzschlag nicht mehr richtig funktioniert? Vier Experten referierten in Horrem über das Thema Vorhofflimmern.

Im Leben eines Menschen schlägt das Herz weit über zwei Milliarden Mal. Doch was tun, wenn der Herzschlag nicht mehr richtig funktioniert? Antworten darauf – und auf weitere Fragen zum Thema Herzgesundheit – hatten am Mittwoch vier Experten, die im Bürgerhaus Horrem beim Herzseminar „Herz außer Takt“ im Rahmen der „Herzwochen“ der Deutschen Herzstiftung einen Vortrag hielten. Die Veranstaltung in Dormagen war einer von sechs Informationsabenden, die im gesamten Rhein-Kreis Neuss stattfinden.

Das Thema in diesem Jahr: Vorhofflimmern. Dabei handelt es sich um die häufigste Herzrhythmusstörung – das Herz gerät aus dem Rhythmus und kann in schlimmen Fällen einen Schlaganfall oder Herzschwäche verursachen. Ahalley Vardon-Odonkor, Oberarzt der Medizinischen Klinik I am Lukaskrankenhaus in Neuss, führte die zahlreichen Besucher der kostenlosen Veranstaltung zunächst in die Grundlagen des Themas ein: Er erläuterte, was Vorhofflimmern ist, welche Formen es gibt, welche Auslöser und Ursachen Vorhofflimmern herbeiführen und was die Symptome der Erkrankung sind. Das Risiko für die Erkrankung steige, je älter eine Person werde, so Odonkor. So bekämen nur rund ein Prozent der unter 50-Jährigen Vorhofflimmern, während es bei über 80-Jährigen neun bis 16 Prozent sind. Ursachen können beispielsweise Bluthochdruck oder Herzschwäche sein, zu den Auslösern des Vorhofflimmerns zählt vor allem ein ungesunder Lebensstil: Zu viel Alkoholgenuss, Schlafmangel, Rauchen oder extremer Stress. Weil die schlimmste Folge des Vorhofflimmerns ein Schlaganfall sein kann, betonte Odonkor in seinem Vortrag noch, wie wichtig es sei, den eigenen Puls stetig zu kontrollieren und zu beobachten.

Was Patienten noch tun können, um das Vorhofflimmern zu behandeln, erläuterte anschließend Dr. Thomas Kuhl von der Praxis für Kardiologie in Dormagen. Er klärte über die Behandlung des Vorhofflimmerns und seiner Symptome durch Medikamente auf. Über die nicht-medikamentöse Behandlung referierte anschließend Dr. Dennis Rottländer, Oberarzt der Medizinischen Klinik I am Lukaskrankenhaus. Er erklärte, dass mit der „Ablation“, einem Eingriff am Herzen, das Vorhofflimmern weitestgehend geheilt werden könne. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es für Besucher die Möglichkeit, an einer Diskussionsrunde teilzunehmen.

Der nächste Informationsabend im Rahmen der Herzwochen findet am 13. März in Grevenbroich statt.

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