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Dormagen: Hackenbroicher Realschüler diskutieren im Landtag

Schulen in Dormagen : Hackenbroicher Realschüler diskutieren im Landtag

Parlament und Demokratie erleben – das stand jetzt für Schüler der neunten Klasse der Realschule Hackenbroich auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit 1000 Jugendlichen aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen sie am Aktionstag „Landtag macht Schule“ teil.

Sie erhielten Einblick in die Arbeitsweise des Landtages und diskutierten über aktuelle Themen. Insgesamt nahmen 18 Schulen teil; die Realschule Hackenbroich vertrat den Rhein-Kreis Neuss bei dieser Aktion.

Auf der Tagesordnung der simulierten Plenarsitzung stand passend zur Jahreszeit eine fiktive Änderung des NRW-Schulgesetzes mit der Einführung eines „Kostümzwangs an Schulen“. Zudem tauschten sich die Jugendlichen mit dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, den Vizepräsidentinnen Carina Gödcke und Angela Freimuth sowie dem Vizepräsidenten Oliver Keymis aus.

„Unsere Demokratie ist spannend und lebendig. In den Familien, den Schulen und in der Freizeit setzen wir uns regelmäßig mit den Meinungen auseinander, wir diskutieren und streiten, aber schließen auch Kompromisse. So funktioniert auch unser Parlament, das zeigen wir jungen Menschen bei den Aktionstagen“, sagte André Kuper.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Landtag die Aktionstage angeboten. Neu ist im NRW-Verfassungsjahr 2020, dass jeder Schüler zum 70. Jahrestag eine kompakte Ausgabe der Landesverfassung erhält. Rund 35.000 Jugendliche kommen jedes Jahr in den Landtag. „Wenn die Schüler unser Parlament besuchen, wird schnell klar, dass Demokratie Spielregeln braucht. Viele dieser Regeln stehen in unserer Landesverfassung“, sagte Kuper. „Im Jubiläumsjahr rücken wir sie besonders in den Fokus, deswegen erhält jeder Schüler eine Ausgabe.“ Der Landtag hat sein Angebot für Schulen insgesamt ausgebaut. Neben den Aktionstagen gibt es Simulationsspiele für Schulklassen im Landesparlament und Führungen durch das Haus der Parlamentsgeschichte. Zudem geht der Landtag in die Schulen: Beim Programm „Präsidium macht Schule“ besuchen André Kuper, Carina Gödecke, Angela Freimuth und Oliver Keymis Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen und treffen bei Gesprächen auf durchschnittlich 5000 junge Menschen pro Jahr.

Jedes Jahr kommen etwa 70.000 Besucher ins Landesparlament, rund die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. An sie richtet sich die Geschenk-Aktion im NRW-Verfassungsjahr. „Wir möchten möglichst vielen Kindern und Jugendlichen einen Kontakt zur Demokratie ermöglichen und sie mit den Rechten und Regeln des Parlaments vertraut machen. Dazu gehört auch das Wissen um die Landesverfassung, die zentrale Rechte benennt“, erklärt Kuper.

Zum Verfassungsjahr wurde auch ein Videowettbewerb für Schüler der Klassen 8 bis 10 ins Leben gerufen.

(NGZ)