Dormagen: Grundschüler aus Hackenbroich initiieren Umwelttag

Umwelttag in Hackenbroich: Viertklässler starten Aktionen für bessere Umwelt

Die Schüler der Grundschule Burg Hackenbroich initiieren einen Umwelttag. Darüber hinaus sind weitere Projekte geplant.

Ob Müllsammelaktion, der Bau eines Igelhotels oder Veggie-Frühstück: Im Rahmen des diesen Mittwoch erstmalig stattfindenden Umwelttags an der Grundschule Burg Hackenbroich werden die Grundschüler der Jahrgangsstufe 4 in unterschiedlichen Aktionen ihren ganz persönlichen Beitrag für eine saubere und nachhaltige Umwelt leisten. „Uns war es wichtig, positive Aktionen und keine Demos oder Ähnliches durchzuführen, um so mit Vorbildcharakter an die Sache heranzugehen“, sagt Klassenlehrerin Sonja Krekow.

Die Schüler wollen aktiv werden, etwa Müll sammeln. Foto: Sonja Krekow

Die Vorbereitungen auf den Umwelttag haben im Rahmen des Deutsch- und Sachunterrichts der vierten Klassen stattgefunden. Die Schüler schauten sich im Voraus Bilder zu aktuellen Umweltproblemen an, um daraus Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Zudem überlegten sie gemeinsam, wie Themen, die sie interessieren, mit geringem Aufwand in praktische Projekte umgesetzt werden könnten.

Dass die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit für die Grundschule Burg in Hackenbroich kein Neuland ist, beweist sie mit dem erst im vergangenen Jahr gewonnenen Nachhaltigkeitspreis, der von der Stadt Dormagen verliehen wird. Mit zahlreichen Aktionen hat sich die Schule diesen Preis zu Ehren gemacht. Neben im Unterricht behandelten Themen wie beispielsweise Artenschutz gab es bereits damals eine Müllsammelaktion der Schüler. Außerdem wurde bei sogenannten Upcycling-Projekten aus Abfallprodukten Neues geschaffen. „Darauf aufbauend ist schließlich aus dem Engagement der Klassenlehrer heraus die Idee zum Umwelttag entstanden“, berichtet Lehrerin Sonja Krekow.

  • Verkehr : Grundschüler laufen zu Fuß zur Schule

Doch allein bei dem Umwelttag soll es nicht bleiben. Auch in Bezug auf das Thema „fairer Handel“ zeigt sich die Schule aufgeschlossen. Ziel ist es, eine „Fair-Trade-Schule“ zu werden. Um das zu erreichen, müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, darunter unter anderem der Verkauf fair gehandelter Produkte an der eigenen Schule. Daraus ist schließlich die Idee zum „KofFAIR“ im Lehrerzimmer entstanden: Dabei handelt es sich um einen Koffer mit unterschiedlichen fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Schokolade und Keksen, an dem sich die Lehrer bedienen können. Die Leckereien aus dem Koffer werden auch bei Veranstaltungen angeboten.

Laut Sonja Krekow zeigen sich die Schüler hochmotiviert, etwas zu einer besseren Umwelt beizusteuern. „Erwachsene haben sich mit Umweltproblemen leider oft schon abgefunden. Kinder hingegen sind für solche Themen deutlich aufgeschlossener“, fasst die Lehrerin ihre Erfahrungen zusammen.

(mako)
Mehr von RP ONLINE