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Dormagen: Grüne fordern Arbeitskreis zur Leseförderung

Bildung in Dormagen : Grüne fordern Arbeitskreis zur Leseförderung

Mit einem Arbeitskreis soll die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen nachhaltig gestärkt werden. Unter der Leitung der Stadtbibliothek soll das Projekt koordiniert werden.

Die Fraktion der Grünen in Dormagen möchte die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern und schlägt der Stadt vor, einen Arbeitskreis zur Leseförderung zu gründen. In der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag soll der Vorschlag beschlossen werden. Unter dem Namen „Lesenetz Dormagen“ soll das Projekt unter der Leitung der Stadtbibliothek gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung aus dem Kulturbüro und Jugendamt, Vertretern der Politik sowie aus anderen Bereichen wie Schule, Kita und Ehrenamt  auf den Weg gebracht werden. „Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation“, betonen Tim Wallraff, Fraktionsvorsitzender, und Nana Wallraff, kulturpolitische Sprecherin der Grünen. „Sie ist Grundlage für eine erfolgreiche Schul- und Berufslaufbahn.“

Zunächst soll der Arbeitskreis ein Konzept zur Leseförderung erarbeiten. Zu den Aufgaben des „Lesenetzes“ sollen gehören: Die Vernetzung engagierter Leseförderer, zum Beispiel in Form von regelmäßig stattfindenden Lesecafés, die Bildung und Unterstützung von Kooperationen zur Leseförderung im Stadtgebiet, die Planung von Veranstaltungen zur Leseförderung wie Lesenächte oder Lesungen, die Organisation und Durchführung von Fortbildungen für Akteure und Multiplikatoren, die Vernetzung mit überregionalen Leseförderinstitutionen sowie das Erstellen eines Newsletters und Flyers mit einer Angebotsübersicht.

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Mit der Einrichtung des Arbeitskreises unter dem Dach der Stadtbibliothek könnten bereits in der Leseförderung aktive Institutionen und Personen zusammenwirken, meinen Tim und Nana Wallraff. „Mit dem gemeinsamen Ziel, die Schlüsselkompetenz Lesen im Dormagener Stadtgebiet zu fördern“.

Denn laut der Ergebnisse der letzten Pisa-Studie sei ein Fünftel der 15-Jährigen kaum in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen und zu reflektieren. „Ein nachhaltiges, sinnvolles und qualitativ gesichertes Entgegenwirken ist dringend vonnöten, um allen Dormagener Kindern und Jugendlichen in Zukunft sämtliche Bildungs- und Arbeitschancen zugänglich zu machen,“ so Tim und Nana Wallraff.