Dormagen: Goldene Ehrennadel für Reinhard Hauschild

Auszeichnung in Dormagen : Reinhard Hauschild – unermüdlich

Goldene Ehrennadel für den immer noch hoch engagierten Ex-Bürgermeister.

Er bewundere ihn für seine sehr präzise Sprache, die Fähigkeit, auch komplizierte Sachverhalte aus dem Stegreif so formulieren zu können, dass das Gegenüber sie quasi mitschreiben könne, sagte Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld am Donnerstagnachmittag bei der Verleihung der Goldenen Ehrennadel der Stadt an Ex-Bürgermeister Reinhard Hauschild im Historischen Rathaus. Gelegenheit, diese besondere Gabe auszuspielen, bekam der Geehrte indes diesmal kaum. Kurz musste er sich fassen, denn schnell hing eines seiner fünf Enkelkinder – für November wird das sechste erwartet – an seinem Hosenbein und wollte den Opa möglichst sofort wieder ganz für sich haben.

Dass Reinhard Hauschild Zeit für seine Frau Marlis, Kinder und Enkelkinder hat, ist zwar inzwischen deutlich öfter der Fall als früher, doch engagiert ist der Unermüdliche auch mit 70 immer noch. Sich für Andere, für die Gesellschaft, für das Wohl der Menschen in seiner Stadt einzusetzen, ist ihm eine Herzensangelegenheit. Seit mehr als 25 Jahren sei Reinhard Hauschild, der von 1999 bis 2004 Dormagens zweiter hauptamtlicher Bürgermeister und in dieser Funktion maßgeblich beteiligt war am Start des Stadtteilprojektes in Hackenbroich, an der Euroga im Kloster Knechtsteden und an der Fertigstellung der Bahnunterführung zwischen Nievenheim und Delrath, ehrenamtlich tätig, lobte Lierenfeld. Dass ihm Rat und Verwaltung die Goldene Ehrennadel der Stadt zusprachen, ist angesichts der außergewöhnlichen Verdienste folgerichtig.

Schier endlos ist die Liste von Hauschilds Aktivitäten: Neben Bürgermeister war er Ratsmitglied, Deichgräf, Stadtradelstar, er engagierte sich im Förderverein der Stadtbibliothek, der während seiner Amtszeit gegründet wurde, in der Arbeitsgruppe Grundwasser Gohr, aktuell in der Selbsthilfegruppe Darmkrebs, im Förderverein „Wegekreuz für den Dormagener Bahnhof“ und im Förderverein der Senioreneinrichtung St. Augustinushaus.

„Deinen Arbeitsstil schildern Weggefährten als gewissenhaft, wohlüberlegt und sehr reflektiert“, sagte Lierenfeld. Das spiegelte sich auch in Hauschilds Dankesrede wider, in der er weder seine Frau und seine Familie, noch seine Mitstreiter aussparte. Sein Credo: „Ehrenamt ist Teamarbeit, und ein Team kann man nicht alleine bilden.“ Und: Mit seinem Tun wolle er ein gutes Beispiel für Andere sein, vor allem für Kinder. „Denn erziehen heißt vorleben“, betonte er und erntete dafür viel Applaus.

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