Dormagen-Delrath Für die SPD ist der A57-Anschluss alternativlos

Dormagen · Die Grünen im Kreis stehen mit ihrer klaren Ablehnung des geplanten A57-Anschlusses in Delrath alleine. Die SPD hat sich jetzt deutlich positioniert.

 An der A57 soll ein neuer Anschluss gebaut werden.

An der A57 soll ein neuer Anschluss gebaut werden.

Foto: Hammer, Linda (lh)

Nach der FDP sprachen sich die SPD im Rhein-Kreis sowie Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) klar für den Bau aus. „Der Erhalt, die Modernisierung und die Optimierung von (Verkehrs-)Infrastruktur ist ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region“, sagt Kreistagsfraktionsvorsitzender Udo Bartsch. Deshalb sei der Autobahnanschluss Delrath ein wesentlicher Baustein einer solchen Entwicklung im Dormagener Norden.

Bartsch weiter:  „Der A57-Anschluss erfüllt eine doppelte Funktion: Er ist ein Impuls für den Wirtschaftsstandort Dormagen und eine Entlastung für Nievenheim, Allerheiligen und Uedesheim.“ Die Dormagenerin Doris Wissemann, planungspolitische Sprecherin der Fraktion: „Neue Logistikunternehmen und andere Betriebe, die sich in jüngster Vergangenheit in der Region angesiedelt haben, erhöhen die ohnehin hohe Verkehrsbelastung im Raum Neuss und Dormagen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Bei einem von den Gegnern der Anschlussstelle als Alternative angesehenen Ausbau der B9 würden die Anwohner in weitaus stärkerem Maße als heute durch Verkehr, Lärm, Feinstaub und Luftschadstoffe in ihrer Gesundheit beeinträchtigt.“

Rainer Thiel, Vorsitzender des Ausschusses für Strukturwandel und Arbeit und führt aus: „Überregionale Betriebe müssen möglichst kurz an überregionale Verkehrswege angeschlossen werden. Darum brauchen wir die Anschlussstelle – auch für die Berufspendle, die dürfen wir nicht im Stich lassen!“ „Die starke Entlastungswirkung und somit Alternativlosigkeit des AS Delrath ist durch eine aufwendige Verkehrsuntersuchung nachgewiesen. Für eine erfolgreiche Vermarktung des Entwicklungsgebietes Silbersee, zu dem viele regionale und deutschlandweite Anfragen vorliegen, ist er notwendig. Der Ausbau der B9 reicht dafür nachweislich nicht aus“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

(schum)
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