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Dormagen freut sich auf zwölf Kuchenschlachten für gute Zwecke.

Hilfsaktion in Dormagen : Vorfreude auf zwölf Kuchenschlachten

Die Stadt plant mit Chempark und weiteren Partner die vielleicht „süßeste Hilfsaktion Dormagens“, wie es Harald Schlimgen, Leiter Fachbereich Bürger und Ratsangelegenheiten, ausdrückt. Es geht ums Backen für den guten Zweck.

So bringt man die Leute auf den Geschmack: Bei der Ankündigung der neuen Reihe „Dormagen backt“ wurden am Donnerstag im Rathaus leckerer Apfelstrudel und Streuselkuchen serviert. Und Harald Schlimgen, der Leiter des städtischen Fachbereichs Bürger- und Ratsangelegenheiten, sprach von der wohl „süßesten Hilfsaktion in der Stadt“. Die hat zwölf Teile und feiert jetzt Premiere, Auftakt ist diesen Samstag, 8. Juni.

Darum geht’s: Bei zwölf Veranstaltungen, meistens handelt es sich um Feste, sollen Vereinsmitglieder, Gruppenangehörige und alle, die sonst Lust haben, vorher Kuchen backen. Schlimgen und seinen Mitstreitern, darunter das Büro für bürgerschaftliches Engagement, die Arbeiterwohlfahrt und die Freiwilligenagentur, ist es wichtig, dass dabei möglichst viel nach traditionellen Familienrezepten „produziert“ wird. Denn am Ende der Aktion soll ein Buch stehen, in dem die schönsten Familienrezepte aus Dormagen vereint sind. Für jeden selbstgebackenen Kuchen spendet Sponsor Chempark den beteiligten Vereinen oder Einrichtungen 15 Euro; wer einen Kuchen nach Familienrezept backt und das Rezept aufschreibt, kann für sein Team 30 Euro sichern. Erika Fischenich aus Horrem geht mit gutem Beispiel voran. Sie wird ein Rezept aus ihrer österreichischen Heimat zur Verfügung stellen.

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Die Obergrenze der Chempark-Spenden je Veranstaltung ist auf 360 Euro festgelegt worden, doch die Teilnehmer erzielen außerdem Erlöse aus dem Verkauf der Kuchenstücke. Das Geld soll für gute Zwecke verwendet werden. Die Idee zu der Aktion hatte Jobst Wierich, Leiter Politik- und Bürgerdialog beim Chempark-Betreiber Currenta. „Den Impuls habe ich über eine Fernsehsendung bekommen“, erzählte er. Darin sei ein Unternehmen vorgestellt worden, das alte Familienrezepte vermarkte. Nachdem er mit Anderen auf der Idee „herumgedacht“ habe, sei schnell klar gewesen, dass bei den Aktionen in Dormagen der soziale Aspekt im Vordergrund stehen solle.

Die Veranstaltungen, für die gebacken wird, sind schon ausgesucht worden. Den Anfang macht am 8. Juni die Kindertagesstätte Farbenplanet in Rheinfeld mit ihrem Sommerfest, Am Sonntag, 16. Juni, läuft die nächste Veranstaltung mit „Kuchenschlacht“: auf dem Sportplatz Delhoven, wo Fußballer vom FCD, Karnevalisten von Thalia Blau-Weiß und Messdiener ein Sportfest organisieren. Es folgen das Sportfest des FC Straberg (20. Juni), das Jugendsportfest des SuS Gohr (6./7. Juli) sowie Termine im Jugendzentrum „Rübe“ in Horrem (30. Juli), im Seniorentreff „Alte Schule“ in Hackenbroich (10. August), beim Förderverein der Grundschule Zons (6. September).

Die Stadt wird bei ihrem Tag der offenen Tür am 29.September mitmachen. Bürgermeister Erik Lierenfeld hat zugesagt, dann auch einen selbstgebackenen Kuchen beizusteuern. Älteren Menschen oder Anderen, die beim Backen oder Rezepte Notieren Unterstützung benötigten, biete die Arbeiterwohlfahrt Hilfe an, sagte Anne Schmitt (Awo).