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Dormagen fragt Unternehmen nach Folgen des Coronavirus

Wirtschaft in Dormagen : Stadt fragt Unternehmen nach Folgen des Coronavirus

In diesen Tagen bekommen rund tausend Unternehmen in Dormagen Post. Absender ist die städtische Wirtschaftsförderung.

Sie sorgt sich um die heimischen Firmen und deren Kampf ums Überleben in und nach der Corona-Krise. Wirtschaftsförderin Lidia Wygasch-Bierling hat einen einseitigen Fragebogen entwickelt, in dem sie, einfach gesagt, wissen will, wie es den Unternehmen geht. Wie sie mit der Situation umgehen, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen und welche sie gerne noch hätten. Wygasch-Bierling spricht von einem „Stimmungsbild“.

In den vergangenen Wochen gab es bereits einen regen Kontakt zwischen der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) und Unternehmen. „Sicherlich 200 Firmen haben wir kontaktiert und beraten“, sagt sie. Denn Gesprächsstoff gibt es reichlich: „Es gibt für Unternehmen eine Flut an Informationen, daraus ergeben sich einfach viele Fragen.“ Sie spricht von einer „dramatischen Lage“ für viele, vor allem kleine Firmen in der Stadt. Daran ändern auch finanzielle Hilfspakete unter Umständen nicht viel, denn: „Darlehen, wie beispielsweise von der KfW sind Kredite, die zurückgezahlt werden müssen. Also Schulden, die Unternehmen schwer belasten. Diese Hilfen gehen schon an den Bedarfen eines Unternehmens vorbei.“

Die SWD will zum Beispiel wissen, wie stark sich Unternehmen von der Corona-Pandemie betroffen fühlen. Die Skala reicht von minus drei (sehr stark negativ) bis plus drei (stark positiv). Interessant finden die Wirtschaftsförderer auch die Angaben zu der Frage, welche öffentlichen Liquiditätshilfen bereits in Anspruch genommen worden sind? Zielführend soll vor allem diese Frage sein: „Welche Art von Hilfen würde Ihnen wirklich helfen?“ Die Ergebnisse sollen laut Wygasch-Bierling mit dem Bürgermeister diskutiert und bestenfalls eine kreisweite Lösung gefunden werden.