1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Fördergeld für Westmauer in Zons

Denkmalschutz in Dormagen : Zuschuss für Öko-Sanierung in Zons

Für die Instandsetzung der Westmauer in der alten Zollfeste fließen dank des neuen, umweltfreundlichen Konzepts 144.000 Euro Fördergelder.

(ssc) Eine gute Nachricht hat die Stadt Dormagen im Zusammenhang mit der Zollfeste Zons erhalten. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat das geänderte Konzept für die Sanierung der Zonser Westmauer zwischen Schloßstraße und Wachtürmchen als förderfähig anerkannt und eine Zuwendung in Höhe von 144.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bewilligt. Das erfuhren jetzt die Mitglieder von Kulturausschuss und Betriebsausschuss.

„In enger Abstimmung mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und der Biologischen Station für den Rhein-Kreis Neuss wurde die Maßnahme vom städtischen Eigenbetrieb und der Unteren Denkmalbehörde inzwischen so angepasst, dass es sich um das modellhafte Vorhaben einer sowohl denkmalgerechten als auch ökologisch gerechten Sanierung handelt“, schreibt Bürgermeister Erik Lierenfeld in einer Informationsvorlage für die Politiker.

 Im Kern wurde festgelegt, dass man sich bei den Sanierungsarbeiten auf die nötigsten Dinge zum Erhalt der Mauer beschränken. Flora und Fauna sollen, so weit wie möglich, unangetastet bleiben.

  • Die Musicalnacht kehrt zurück auf die
    Event in Dormagen : Musicalnacht kehrt zurück auf die Freilichtbühne Zons
  • Bürgermeister Erik Lierenfeld (r.) ehrte den
    Ehrenamt in Dormagen : Heimatpreis an Gewinner und Platzierte verliehen
  • Die Stimmung auf dem Nikolausmarkt in
    Markt in Zons : Glühwein und Stimmung beim Nikolausmarkt

Mit dem neuen Sanierungskonzept wird laut Stadtverwaltung ein Paradigmenwechsel in der Pflege und Erhaltung der Zonser Stadtmauer eingeleitet. „In der Vergangenheit wurden immer wieder einzelne Mauerabschnitt sehr umfangreich instandgesetzt – in der Hoffnung, dort dann für die nächsten Jahrzehnte Ruhe zu haben“, erinnert Lierenfeld. Dies sei jedoch oft auf Kosten der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt gegangen. „Die sanierten Abschnitte wirkten auch, trotz denkmalpflegerisch korrekter Ausführung, zum Teil steril und ohne historische Patina“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Neu ist, dass mit dem geänderten Konzept sanierte Abschnitte zukünftig häufiger kontrolliert werden müssen, um rasch reagieren zu können, falls sich Steine gelockert haben oder andere Schäden auftreten. An die Stelle großer Maßnahmen werden nach Einschätzung der Stadt perspektivisch fortlaufende kleinere Reparaturen treten. Im Gegenzug werde aber nicht nur mit der vorhandenen Flora und Fauna schonender umgegangen, sondern auch mit der historischen Bausubstanz. Vorgesehen ist, gemeinsam mit der Biologischen Station und den zuständigen Fachabteilungen des LVR ein dauerhaftes Pflegekonzept für die Mauervegetation zu entwickeln. Schädigende Gehölze sollen frühzeitiger entfernt werden.

(ssc)