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Dormagen: Fertigstellung des Pfarrheims Gohr verzögert sich

Kirche in Dormagen : Fertigstellung des Pfarrheims Gohr verzögert sich deutlich

Nicht, wie erhofft, Ende Juli, sondern frühestens Ende Oktober wird das lange gewünschte Domizil nutzbar sein. Die Gründe nennt Hermann-Josef Glasmacher aus dem Kirchenvorstand.

Im Frühjahr hatte es noch so ausgesehen, dass das neue Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Odilia in Gohr Ende Juli oder spätestens im August fertig werden würde. Daraus wird nun nichts. „Es wird wohl mindestens noch bis Ende Otober dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind“, teilte Hermann-Josef Glasmacher, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Gemeinde, am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Den Gohrern macht Probleme, womit zuletzt auch viele andere Bürger zu kämpfen hatten: die Witterung mit zum Teil sehr starken Regenfällen und die Materialknappheit, die dazu führt, dass Handwerker nicht termingerecht „liefern“ können. „So hat uns zum Beispiel unser Schreiner darüber informiert, dass er die Türen für den Sanitärbereich deshalb erst mit vier Wochen Verzögerung einbauen kann“, erzählt Glasmacher. Unterschiedliche Auffassungen zu den Anschlüssen für Strom und Wasser habe es mit der Energieversorgung (evd) gegeben. Das Ende vom Lied: Strom wird es im neuen Pfarrheim voraussichtlich erst im Laufe des Septembers geben.

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Auch finanziell lief nicht alles ganz so, wie es die Gohrer geplant hatten. Weil sie das Gebäude auch für Veranstaltungen vermieten und gegebenenfalls nach 22 Uhr nutzen möchten, hat die Baubehörde den Einbau einer Lüftungsanlage angeordnet – damit nicht zu später Stunde Fenster zum Lüften geöffnet und Nachbarn durch Lärm belästigt werden. Für Glasmacher eine durchaus sinnvolle Sache, aber die zusätzlichen Kosten in Höhe von 110.000 bis 120.000 Euro schmerzen schon.

Doch es gibt auch sehr viel Erfreuliches rund um das Pfarrheimprojekt zu berichten. Glasmacher nennt in diesem Zusammenhang unter anderem eine Spende von Greenpeace zur Installation einer Photovoltaikanlage. Und mit einer Luftwärmepumpenheizung und der Regenwasserverrieselung in einer Rigole, einem Auffangbecken, welches das Regenwasser aufnimmt und versickern lässt, ist die Gemeinde in puncto Klima- und Umweltschutz und bei modernen, regenerativen Energien in Zukunft gut aufgestellt.

Die Vermarktung des Gebäudes in Form von Vermietung an private Nutzer ist übrigens der Vorgabe des Kölner Erzbistums geschuldet, dass die Gemeinde St. Odilia für den Erhalt und den Unterhalt ihres neuen Domizils aufkommen muss und deshalb Einnahmen benötigt. Immerhin: Einen großen Teil der Baukosten übernimmt das Erzbistum, die Kirchengemeinde steuert aber ihre Rücklagen für die Verwirklichung des Projektes bei.