Dormagen: evd und NetCologne erweitern ihr Glasfasernetz

Schnelles Internet in Dormagen : Die evd baut ihr Glasfasernetz weiter aus

Mit NetCologne schließt die evd jetzt mehr als 2000 Wohnungen der Baugenossenschaft Dormagen direkt an die moderne Internettechnik an. Für eine weitere Ausweitung überprüft die evd die Möglichkeiten.

Schnelleres Internet ist bald für die Bewohner der mehr als 2000 Wohnungen der Baugenossenschaft Dormagen nutzbar: Anschlüsse von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Möglich macht das ein Pilotprojekt, mit dem die Energieversorgung Dormagen (evd) und ihr Partner NetCologne mittels FttH-Technologie Glasfaserkabel bis in die Wohnung legen. „Das ist eine technische Evolution“, sagte Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne, am Donnerstag bei der Vorstellung der Maßnahme: „Wir freuen uns, in guter Partnerschaft damit die schnellste Technik anbieten zu können.“ Damit sei die Basis für weitere Bandbreitensteigerungen gelegt: „Das ist ein Stück Zukunftsfähigkeit“, so von Lepel.

Anders als bei den bisherigen Netzarbeiten, die 2015 von evd und NetCologne gestartet wurden, waren die Nutzer von Anfang an bekannt: Die Baugenossenschaft Dormagen hatte im vorigen Jahr die Arbeiten für die moderne Internet- und Medienversorgung mit Telefonie ausgeschrieben. „Und die evd, mit NetCologne, war der beste von vier Bewerbern“, betonte Martin Klemmer, technischer Vorstand der Baugenossenschaft. Die Erneuerung der Technik mit einem direkten Glasfaseranschluss der Wohnungen betrifft alle 280 Gebäude der Baugenossenschaft von Horrem über Hackenbroich bis zu den Neubauten in der Innenstadt an Helbüchel- und Friedrich-Ebert-Straße. „Damit bieten eine sehr gute, moderne Versorgung für alle unsere Mitglieder und Mieter“, so Klemmer.

Im Baugebiet Nievenheim IV hatten evd und NetCologne seit 2017 gemeinsam den Glasfaserdirektausbau in 175 Wohneinheiten in 110 Neubauten vorangetrieben. „Wir bieten Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung an – und inzwischen gehört schnelles Internet für viele Mieter und Eigentümer ebenfalls zur Grundausstattung dazu“, erklärte Klemens Diekmann, evd-Geschäftsführer. Brachte bereits das Vectoring-Verfahren ab 2015 eine schnell umsetzbare Internet-Versorgung vieler Dormagener (23.600 Haushalte und 600 Firmen), so soll durch die neue Technik das Glasfaser-Kabel nicht mehr wie bisher im Verteilerkasten enden, von wo aus ein Kupferkabel „übernimmt“, sondern direkt ins Haus und bis in die jeweilige Wohnung gelegt werden: „Damit sichern wir die schnellste Verbindung“, erläuterte Diekmann.

Der Auftrag der Baugenossenschaft soll nur der Auftakt zu weiteren Verbesserungen sein, wie Diekmann betonte: „Wir prüfen permanent, wie wir den neuesten Stand der Technik einsetzen können“, weist er darauf hin, dass das Vectoring-Verfahren eher als Übergangstechnologie gilt: „Wir prüfen mit einer Studie Möglichkeiten, Glasfaser noch weiter voranzutreiben.“

Bis Ende 2019 soll der Großteil der mehr als 2000 Wohnungen der Baugenossenschaft angeschlossen sein, wie Bernd Pesch, Koordinator für den Breitbandausbau bei der evd, erklärte: „Dafür verlegen wir 15 Kilometer Glasfaser-Leitungen im Tiefbau, wobei natürlich alle Bodenflächen wieder hergerichtet werden.“ In den Wohnungen selbst kommen nur noch ganz dünne Kabel an, die über einen Router mit den Endgeräten verbunden werden. „Da hat die Technik inzwischen viel erreicht“, sagt Arndt Speerschneider, Vertriebsleiter Wohnungswirtschaft bei NetCologne.

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