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Dormagen: Erste Großveranstaltung des ChemLab bei Ineos

Großveranstaltung in Dormagen : ChemLab-Interessierte treffen sich bei Ineos

130 Gäste aus Wirtschaft, Bildung und Politik informierten sich über Chemie und Digitalisierung.

(NGZ) Unter dem Titel „Onboarding ChemLab – Ticket zur digitalen Transformation“ fand jetzt bei Ineos die erste Großveranstaltung des ChemLab statt. Ziele von ChemLab sind die Förderung digitaler Prozesse und Innovationen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in der Chemie und die Unterstützung junger Start-up-Unternehmen. Axel Göhrt, Geschäftsführer der Ineos Manufacturing Deutschland GmbH, begrüßte rund 130 Teilnehmer aus chemischer Industrie, IT-Mittelstand, Start-ups und Hochschulen ebenso wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld.

„Ich freue mich, dass hier so viele Akteure zusammengekommen sind, um sich über das ChemLab-Projekt zu informieren. Das zeigt, dass die Chemie-Industrie offen für die digitale Transformation und die Kooperation mit Start-ups ist“, sagte Petrauschke. Lierenfeld lobte die Atmosphäre: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell Start-up-Szene und Chemie-Industrie miteinander ins Gespräch kommen und Ideen entwickeln – genau das ist unser Ziel mit dem ChemLab.“

Moderiert von Vertretern des Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland, verfolgten die Gäste spannende Vorträge. Wie die fortschreitende Digitalisierung zur Chance werden und Innovationen hervorbringen kann, stand dabei im Fokus der unterschiedlichen Ansätze, die im Ineos-One-Verwaltungsgebäude vorgetragen wurden. Dabei standen drei verschiedene Innovationsstrategien im Blickpunkt: Digitalisierung nach der Methode „Learning by doing“ in allen Unternehmensbereichen (Günter Hilken, Geschäftsführer Currenta), Ausgründung eines eigenen Start-ups (Sebastian Brenner, Geschäftsführer des Lanxess-Spin-Offs CheMondis) oder Kooperation mit Start-ups (Guido Doublet, ChemLab-Community Manager).

„Currenta ist in Sachen Digitalisierung noch ein junger Entdecker – aber ein überaus neugieriger und ambitionierter. Wir schauen in unsere zahlreichen Leistungsfelder und stellen fest: Am Anfang steht das Sammeln, das Sichtbarmachen von Daten. Am Ende steht ein aus ihnen generierter konkreter Nutzen. Und dazwischen liegt ganz viel Experiment“, sagte Hilken. Die Aufgabe als Chempark-Manager sei es, den bestehenden Produktionsverbund zu einem digitalen Datenverbund zu erweitern, dafür eine moderne und sichere Infrastruktur bereitzustellen und die Kunden in digitalen Transformationsprozessen zu begleiten.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Best-Practice-Beispiel der Tectrion GmbH, die mit dem Gewinner des Gründerpreises 2017 kooperiert: der IOX GmbH aus Düsseldorf. Anschließend konnten Kontakte zwischen Start-ups, Chemie-Unternehmen, IT-Mittelstand und Investoren geknüpft werden.