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Dormagen erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Auszeichnung für Dormagen : Die Stadt erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Jetzt hat die Stadt es auch schriftlich: Dormagen ist kinderfreundlich. Die Auszeichnung kommt vom Verein Kinderfreundliche Kommunen, der von Unicef und Kimderhilfswerk getragen wird.

Angekündigt worden war es bereits vor einem halben Jahr, jetzt am Mittwoch hat die Stadt Dormagen das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen, der von Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragen wird, die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Dormagen dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren. Bürgermeister Erik Lierenfeld nahm das Siegel von der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Anne Lütkes, der ehemaligen Düsseldorfer Regierungspräsidentin, entgegen. Dormagen ist nach Köln erst die zweite Stadt in NRW, die dieses Siegel erhält.

Dementsprechend erfreut zeigte sich Lierenfeld, der betonte: „Das Siegel ist einerseits eine tolle Bestätigung der bisher in Dormagen für Kinder und Jugendliche geleisteten Arbeit. Andererseits wird es uns als Ansporn dienen, auch in Zukunft weiter engagiert Kinderrechte vor Ort umzusetzen.“ Daran arbeite die Verwaltung jeden Tag.

Für Jo Deußen, den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, ist die Würdigung mit dem Siegel eine „tolle Anerkennung der Arbeit, die mit dem ,Dormagener Modell‘ in unserer Stadt vor rund 30 Jahren initiiert wurde und seitdem in parteiübergreifendem Konsens partnerschaftlich mit der Verwaltung getragen und weiterentwickelt wird“. Deußen sei froh, dass der Rat mit dem Aktionsplan die Verpflichtung, die Stadt im Sinne der Kinderrechte weiter zu entwickeln, mit breiter Zustimmung eingegangen sei.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann verlängert werden. Nach der Bestätigung durch den Rat prüft der Verein die Aktionen und vergibt das Siegel für weitere drei Jahre. Anne Lütkes betonte: „Dormagen hat einen sehr ambitionierten Aktionsplan verabschiedet.“ Der Verein habe eine erfreulich starke Betonung von bereits realisierten und noch zu schaffenden Strukturen in Politik und Verwaltung festgestellt, die eine langfristige und nachhaltige Auseinandersetzung mit Kinderfreundlichkeit ermöglichen. Beispiele seien kommunalpolitische Praktika, parlamentarische Kinder- und Jugendgremien und Rathaus-Rallyes, mit denen Kinder und Jugendliche beteiligt werden.