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Dormagen: DLRG warnt vor Schwimmen im Rhein und an Seen ohne Aufsicht

Dormagener DLRG warnt : „Der Rhein ist kein Badegewässer“

Die DLRG warnt davor, im Rhein zu baden. Auch an Seen ist Vorsicht geboten. Nur an ausdrücklich ausgewiesenen Badestellen ist das Schwimmen erlaubt.

Die Meldungen aus den vergangenen Tagen über drei ertrunkene Mädchen bei Duisburg haben es noch einmal sehr deutlich gezeigt: Das Schwimmen im Rhein ist hoch gefährlich und sollte tunlichst unterlassen werden. Immer wieder sehe man Kinder, die mit den Füßen im Wasser stehen und plantschen, wie Jörg Dittmar, Sprecher der DLRG Dormagen, berichtet. „Aber der Rhein ist wie eine Autobahn und man schickt Kinder ja auch nicht zum Spielen auf die Autobahn“, erklärt er. Wenn Schiffe vorbeifahren und der Pegel sich am Ufer dadurch erhöht, werden gerade Kinder sehr schnell mitgerissen und in die Strömung gezogen. Doch auch für Erwachsene könne die Situation sehr schnell unkontrollierbar werden. Deshalb solle man auch nicht „nur“ mit den Füßen ins Wasser gehen. „Der Rhein ist kein Badegewässer“, betont Dittmar. „In den letzten Tagen sind in NRW viele Menschen ertrunken. Und jeder ist einer zuviel.“

Vorsicht sei außerdem beim Baden in Seen geboten. In der Umgebung von Dormagen gebe es viele Seen, „aber nur zwei Badestellen, die zum Schwimmen freigegeben und bewacht sind“, erklärt Jörg Dittmar. Das sind im Rhein-Kreis Neuss zum einen der Straberg-Nievenheimer See mit dem „Strabeach“, zum anderen der Kaarster See. Die Badestellen werden dort vom Betreiber, den Kreiswerken Grevenbroich, und der DLRG beaufsichtigt. Jörg Dittmar rät dringend dazu, auch an diesen beiden Seen nur in den ausgewiesenen Bereichen zu schwimmen. „An anderen Stellen ist das nicht gestattet, weil es gefährlich ist“, sagt er. Untiefen im Wasser, Bauteile oder große Temperaturunterschiede könnten dort auch für geübte Schwimmer lebensbedrohlich werden. Auch die vielen kleineren Seen wie der Heidesee oder der See „Am Blankenwasser“ an der B9 Richtung Neuss seien zu gefährlich zum Baden, wie er betont, aus den gleichen Gründen. „Das sind Gefahren, die man nicht eingehen muss. Und halb ertrinken gibt es nicht.“

  • Auszug aus einem Flyer der DLRG:
    Gefahr im Rhein : DLRG Krefeld warnt Kinder vor Baden im Rhein
  • Schwimmen im Rhein, hier in Düsseldorf,
    Sommer in Meerbusch : Feuerwehr warnt vor Baden im Rhein
  • Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und DRLG
    DLRG warnt nach Badeunfall in Duisburg : „Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen“

Bislang war es in dieser Saison im Dormagener Stadtgebiet vergleichsweise ruhig, passiert sei noch nichts Schlimmes. „Ich gehe aber davon aus, dass es nicht so ruhig bleibt, die Einsätze werden kommen“, befürchtet Dittmar. Und gerade am Rhein müssen sich Rettungskräfte durch den Leichtsinn einiger Menschen auch selbst in Gefahr bringen.

Dittmar appelliert vor allem an Eltern, an Badeseen, auch in ausgewiesenen Bereichen, gut auf die Kinder zu achten und bei ihnen zu bleiben und nicht ständig aufs Handy zu schauen. „Außerdem: Baderegeln beachten, sich nicht überschätzen, kein Alkohol, keine Drogen und nur dort schwimmen, wo es ausdrücklich erlaubt ist.“