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Dormagen: Die Stadt im Rhein-Kreis Neuss im Portrait

64.553 Einwohner leben in 16 Stadtteilen laut stadteigenen Angaben. Das Stadtgebiet ist 85,50 km² groß und grenzt an Köln, Düsseldorf, Neuss, Grevenbroich, Rommerskirchen und den Rhein-Erft-Kreis. Die heutige Stadt Dormagen entsteht im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975: Dormagen, Zons und das Amt Nievenheim werden zusammengelegt. Die Stadt am Rhein pflegt vier Städtepartnerschaften: Kiryat Ono (Israel), Saint-André-lez-Lille (Frankreich), Toro (Spanien) und Chipata (Sambia). Mit Duplek (Slowenien) und Kemer/Göynük (Türkei) bestehen Städtefreundschaften.

Die Römer nannten ihren Militärstützpunkt Durnomagus. Die Forschung geht davon aus, dass dieser Name bereits vor den Römern für die Gegend genutzt wurde. Der Name kommt aus der gallischen oder keltischen Sprache und wird mit Kiesfeld oder Kieselfeld übersetzt.

Funde aus der Steinzeit deuten auf eine frühe Besiedlung im heutigen Dormagen hin. Um 15 vor Christus errichten die Römer den Militärstützpunkt Durnomagus, welcher auf halber Strecke zwischen Neuss und Köln liegt. Zwischen 393 und 402 nach Christus ziehen sich die Römer aus dem Gebiet zurück. Im Mittelalter lassen sich die Franken in dem Gebiet nieder und Nievenheim wird 796 zur Gauhauptstadt. Die Orte Zons, Delhoven, Gohr und Hackenbroich entstehen zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Ab 1372 wird Zons zur Zollstation für die Schifffahrt auf dem Rhein und erhält einen Grundriss der bis heute erhalten blieb. Durch den Einfall Napoleons Ende des 18. Jahrhunderts wird das Kloster Knechtsteden geplündert. Dormagen und Zons gehören fortan zum Departement Roer und sind Teil des französischen Staates. Durch den Wiener Kongress 1815 gelangt das Rheinland zum Königreich Preußen.

Im Jahr 1916 öffnete das Bayer-Werk seine Pforten und ist bis heute der größte Arbeitgeber der Stadt. Nach der Machtergreifung der Nazis werden die Juden aus Dormagen vertrieben, die letzten Juden werden in das Ghetto von Riga deportiert. Nach dem zweiten Weltkrieg werden Dormagen und Hackenbroich zur Stadt Dormagen zusammengelegt. 1975 wird durch die kommunale Neugliederung Dormagen mit Zons und Nievenheim zusammengelegt. Überregional bekannt wurde die Stadt durch den werkseigenen Handballverein TSV Bayer Dormagen. Der Verein spielte einige Saisons in der 1. Bundesliga, zuletzt in der Saison 2010/2011.

Dormagen hat für Besucher einiges zu bieten und lädt Touristen zum Entdecken ein. Besonders der alte Ortskern von Zons, eine besonders gut erhaltene Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert, lädt zum Verweilen ein. Im Tierpark Tannenbusch kommen Spaziergänger, Naturkundler, Tierfreunde, Jogger und Kinder auf ihr Kosten. Das KreisMuseum Zons in der ehemaligen Burganlage zeigt angewandte Kunst des Jugendstils. Die ehemalige Abtei Kloster Knechtsteden aus dem frühen 12. Jahrhundert mit der beeindruckenden Basilika ist einen Besuch wert.

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