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Dormagen: Diakonie will Streetwork-Konzept auf Hackenbroich erweitern

Beratung im Jugendhilfeausschuss : Diakonie legt Konzept für Streetwork in Hackenbroich vor

Durch die Schließung des Jugendzentrums des Evangelischen Sozialwerks sind Mittel aus dem städtischen Haushalt frei geworden. Die könnten jetzt für ein Streetwork-Angebot in Hackenbroich genutzt werden. Ein ähnliches Konzept gibt es bereits in Horrem.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sollen am kommenden Mittwoch (19. Mai) darüber beraten, ob es künftig auch im Stadtteil Hackenbroich ein Streetworkangebot des Diakonischen Werks geben wird. Hintergrund ist die Schließung des Jugendzentrum des Evangelischen Sozialwerks, das zum 31. Dezember aufgrund von Personal-Mangel seine Arbeit in Hackenbroich aufgegeben hat. Die Fraktionen hatten daraufhin jeweils eigene Überlegungen aufgestellt, wie die freigewordenen Mittel der Jugendhilfesozialplanung in Zukunft eingesetzt werden könnten.

Während die Fraktion aus FDP und UWG beispielsweise im Januar von der Verwaltung forderte, einen neuen Träger für das Jugendzentrum zu finden und für ein Streetworkangebot in Hackenbroich zusätzliche Mittel in den Haushalt einzustellen, forderte die SPD-Fraktion die Verwaltung in einem Antrag im Dezember dazu auf, die durch die Schließung des Zentrums freigewordenen Mittel für die Entwicklung eines Streetwork-Konzepts in Zusammenarbeit mit einem Träger der Jugendarbeit zu nutzen. Dieser Antrag wurde in den Jugendhilfeausschuss verwiesen, der nun über ein Konzept des Diakonischen Werks entscheiden soll.

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Im Stadtteil Horrem bietet die Diakonie im Auftrag der Stadt Dormagen bereits seit Mitte 2019 ein Streetwork-Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16-27 Jahren an. Dieses Angebot könnte nun im Stadtteil Hackenbroich weiter ausgebaut werden – vor allem im Umfeld der Siegstraße, der Neckarstraße und der Mainstraße sei dies sinnvoll. Dort gebe es „diverse Treffpunkte und Aufenthaltsorte für Jugendliche und junge Erwachsene, die auch der Drogenszene zuzuordnen sind“.

Um die Streetworker verlässlich in die sozialen Strukturen vor Ort einbinden zu können, werde im Moment mit einer personellen Ausstattung von einer Vollzeitstelle kalkuliert. Der Streetworker in Hackenbroich soll dann in enger Zusammenarbeit mit der Streetworkerin in Horrem ein Team bilden. Ein denkbarer Standort für ein Büro – etwa für Beratungsgespräche oder Gruppenveranstaltungen – könnte das kürzlich geschlossene Jugendbüro an der Hackhauser Straße sein.

„Es ist ein gutes Konzept, das wir vorgestellt bekommen“, sagt Laurenz Tiegelkamp (SPD), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. „Es ist sicher ein Vorteil, dass die Diakonie bereits in Horrem Streetwork betreibt, so können die beiden Streetworker künftig gut zusammenarbeiten.“ Alana Voigt, die jugendpolitische Sprecherin der CDU, sagt: „Grundsätzlich sehen wir die Entwicklung positiv. Das Konzept der Diakonie muss ins Gesamtkonzept des Wirksamkeitsdialogs passen.“

(mcv)