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Dormagen: Covestro winkt der Zukunftspreis für seine CO2-Verwertung

Unternehmen in Dormagen : Covestro winkt der Zukunftspreis für seine CO2-Verwertung

Er ist in der Bundesrepublik so etwas wie der „Oscar“ für Unternehmen: Der Deutsche Zukunftspreis wird für herausragende technische, ingenieur- und naturwissenschaftliche Leistungen vergeben – vom Bundespräsidenten. Covestro ist für seine CO2-Verwertung nominiert worden.

Er ist in der Bundesrepublik so etwas wie der „Oscar“ für Unternehmen: Der Deutsche Zukunftspreis wird für herausragende technische, ingenieur- und naturwissenschaftliche Leistungen vergeben – vom Bundespräsidenten. In diesem Jahr greift der Werkstoffhersteller Covestro nach dieser prestigeträchtigen Auszeichnung: Ein gemeinsames Team des Unternehmens mit der RWTH Aachen ist in die Endrunde gekommen – mit einem Projekt aus dem Chempark Dormagen. In einer Produktionsanlage am hiesigen Standort wird CO2 als Kohlenstofflieferant genutzt. Mit diesem Verfahren kann der konventionelle Rohstoff Erdöl teilweise ersetzt werden. Chemische Vorprodukte mit CO2 sind bereits am Markt. Damit werden zum Beispiel weiche Schaumstoffe für Matratzen und Polstermöbel hergestellt.

Das Forscherteam mit Christoph Gürtler, Berit Stange (Covestro) sowie Professor Walter Leitner (RWTH Aachen) hatte das Projekt in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 27. November wird sich herausstellen, ob es zum ganz großen Triumph reicht: Dann wird Bundespräsident Walter Steinmeier den Deutschen Zukunftspreis in Berlin an den Sieger überreichen. Die Konkurrenz ist stark. Das Unternehmen Celonis geht mit einer Digitalisierungsidee ins Rennen und wird eine Methode präsentieren, mit der Prozesse umfassend analysiert, dargestellt und verstanden werden können. Das erhöht die Effizienz. Der andere Mitbewerber ist eine Forschergruppe, die das Potenzial der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Medizin besser ausschöpfen möchte. Durch innovative Ansätze gelang es ihr, die Technik der Ultra-Hochfeld-MRT nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern auch für den Einsatz in Kliniken zugänglich zu machen.

Bei Covestro setzt man angesichts der aktuellen Klimadiskussion unter anderem auf die Überzeugungskraft der Nachhaltigkeit und Schonung von Ressourcen, die sich mithilfe der CO2-Nutzung erreichen lassen. „Kohlendioxid sowie Pflanzen und Kunststoffabfall haben als alternative Kohlenstoffquellen das Potenzial, die Produktion in der Kunststoffindustrie zu revolutionieren. Auf diesem Gebiet nimmt Covestro eine Pionierrolle ein. Fossile Rohstoffe wie Erdöl können nicht länger die Hauptressourcen unserer Branche sein, wenn die Welt in eine nachhaltigere Zukunft aufbricht”, sagt der Covestro-Vorstandsvorsitzende Markus Steilemann.