1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Covestro treibt Digitalisierung voran

Chempark : Covestro treibt Digitalisierung voran

Das entsprechende Programm betrifft zunächst vor allem die Bereiche Anlagenplanung, Betrieb und Instandhaltung. Das Unternehmen verspricht sich dadurch eine effizientere Produktion.

Der Werkstoffhersteller Covestro steigt immer tiefer in die digitale Welt ein. Das Chempark-Unternehmen hat sich dafür ein umfassendes Strategie-Programm vorgenommen, das unter dem Namen „Digital@covestro“ läuft. Grundlage ist das Sammeln und Auswerten von Produktionsdaten, das bereits seit geraumer Zeit betrieben wird. Jetzt folge der nächste Schritt, kündigt Vorstand Klaus Schäfer an, der als Chief Technology Officer (CTO) von Covestro auch verantwortlich für Produktion und Technik ist. Demnach soll die digitale Infrastruktur in den nächsten Jahren an Covestro-Standorten rund um den Erdball vorangetrieben werden. Diese Stufe läuft unter dem Arbeitstitel „Optimized System Integration“ (OSI 2020/optimierte Sytemintegration). Der Straberger und seine Mitstreiter aus der Covestro-Führungsebene versprechen sich davon unter anderem eine weiter gesteigerte Effizienz in der Produktion.

Diese aktuelle Mitteilung von Covestro passt zu dem vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt „Chemlab“, mit dem die Zusammenarbeit von chemischer Industrie und Digitalwirtschaft weiterentwickelt werden soll. Der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Dormagen und der Chempark-Betreiber Currenta engagieren sich bei „Chemlab“ gemeinsam, auch von Covestro wird es begrüßt. Kreisdirektor Dirk Brügge hatte kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet, dass für die Umsetzung des Projektes Räumlichkeiten in Dormagen gesucht würden, die möglichst nah am Chempark liegen. Das soll die Vernetzung von chemischer Industrie und Digitalwirtschaft erleichtern.

  • Krefeld : Covestro in Uerdingen erprobt digitales Pionierprojekt für weltweiten Einsatz
  • Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt
    Corona im Rhein-Kreis Neuss : 1001 Menschen nachweislich infiziert
  • Umstrittene Wölm verzichtet auf Kandidatur als Vize : Michael Conrad ist neuer Vorsitzender im CDU-Ortsverband Dormagen

Mithilfe von OSI2020 soll durch Datenintegration, Datenanalyse und damit verbundene neue Denk- und Arbeitsweisen innerhalb der nächsten Jahre die Planung von Produktionsanlagen, der Betrieb und die Instandhaltung sicherer, verlässlicher und effizienter werden, hat Covestro sich zum Ziel gesetzt. Erwartet werden auch mehr Qualität, weniger Nachbesserungsbedarf und Mängelbeseitigung – und natürlich eine Steigerung der Produktionskapazität.

Das Herzstück von OSI2020 ist die neue Datenbank „Integrated Plant and Engineering Platform“. „Die digitale Plattform wird in den kommenden Jahren die Datensysteme von Produktionsanlagen verbinden“, berichtet Covestro-Sprecherin Petra Schäfer. Ziel sei es, ein virtuelles Datenmodell und einen sogenannten „digitalen Zwilling“ für die Produktionsanlagen von Covestro aufzubauen. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass das Unternehmen künftig in der Lage sein wird, die Zusammenarbeit und Übergabe zwischen den internen und externen Mitarbeitern in der Planung, Bau- und Betriebsphase entscheidend zu verbessern.

Dass sich die Anforderungen an die Mitarbeiter und diverse Arbeitsabläufe verändern werden, verhehlt Technik-Vorstand Klaus Schäfer nicht. Er betont aber auch: „Wir haben seit jeher unsere Mitarbeiter hierbei unterstützt und weiterentwickelt und werden dies auch in Zukunft tun: Wir wollen gemeinsam die Möglichkeiten der Digitalisierung erschließen.“ In Zukunft sollen Mitarbeiter zum Beispiel dank Digitalisierung das Verhalten von Werkstoffen und Anlagen vorausschauend bewerten können. „Sie können so fundierte Entscheidungen treffen, um einen noch sichereren, verlässlicheren und effizienteren Betrieb zu gewährleisten“, glaubt Petra Schäfer.