1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Covestro fördert Neuheiten aus CO2

Chempark Dormagen : Covestro fördert Neuheiten aus CO2

Drei Unternehmen wurden jetzt mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Der Werkstoffhersteller Covestro, der allein im Chempark Dormagen rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt, sponsert einen neuen Innovationspreis. Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen, die kreative Ideen zur Nutzung von Kohlendioxid (CO2) erarbeiten und umsetzen. Covestro betätigt sich selbst intensiv und erfolgreich in der Erforschung und praktischen Verwendung von Kohlendioxid als Rohstoff. Unternehmen aus Kanada, Norwegen und Deutschland wurden jetzt während einer Konferenz in Köln für ihre Entwicklungen prämiert, die es ermöglichen, Beton, Treibstoff oder Chemikalien aus CO2 herzustellen. Den Preis selbst vergibt das nova-Institut.

Im Vorfeld hatte es laut Covestro 20 Einreichungen für den neuen Preis mit dem Namen „Best CO2 Utilisation 2019“ gegeben. Dabei spielte das Recycling von Kohlendioxid eine zentrale Rolle. Jede Idee habe den Anspruch, langfristig industriell umgesetzt werden zu können, erläutert Covestro-Sprecher Sergio De Salve. Dies zeige, welche Bedeutung das Thema inzwischen habe und wie aktiv zahlreiche Unternehmen auf diesem Gebiet bereits seien, so Michael Carus, Geschäftsführer des nova-Instituts. Dazu passt auch eine Aussage von Markus Steilemann: „CO2 wird zunehmend mit anderen Augen gesehen, nämlich als wertvoller Rohstoff. Damit gelingt es der Chemieindustrie, ihre Produktion nachhaltiger zu machen, fossile Ressourcen wie Erdöl zu ersetzen und die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben“, meint der Vorstandsvorsitzender von Covestro. Steilemann kürte die drei Preisträger.

Fünf nominierte Unternehmen hatten ihre Lösungen auf der Konferenz in Köln in Kurzvorträgen präsentiert, die Sieger wurden anschließend vom Publikum gewählt. Der erste Preis ging an Carbicrete aus Kanada. Es hat ein Verfahren entwickelt, um Beton ohne Zement herzustellen. Dieser wird durch gemahlene Stahlschlacke ersetzt und die Mischung anschließend durch CO2 anstelle von Wärme und Dampf ausgehärtet. Das neue Produkt ist kostengünstiger, hochwertiger und nachhaltiger als Beton auf Zementbasis. Auf den zweiten Platz kam die norwegische Firma Nordic Blue Crude, der es gelungen ist, aus CO2, Wasser und erneuerbarer Energie synthetisches Rohöl zu produzieren. Covestro selbst hat mit wissenschaftlichen Partnern eine Technologie entwickelt, um CO2 in der Kunststoffproduktion zu nutzen.