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Dormagen: Corona sorgt für zusätzliche Elternsitzungen an den Schulen

Bildung in Dormagen : Corona sorgt für zusätzliche Elternsitzungen an den Schulen

Das Virus hat auch die Klassenpflegschaften fest im Griff. Für Elternsitzungen in den Dormagener Schulen gibt es jede Menge Auflagen. Besonders kniffelig: die Wahl der Räume – mit genug Abstand.

Mit Beginn des Schuljahres gehen die Elternpflegschaftssitzungen in eine neue Runde. Dabei müssen sich Eltern, wie ihre Kinder im Schulalltag, auf spezielle Hygieneregeln einlassen. Klassenzimmer als Versammlungsort, in denen Eltern und Lehrer eng beieinander sitzen, sind in Corona-Zeiten nicht mehr denkbar. Stattdessen sind neue Konzepte gefragt.

Von der Maskenpflicht innerhalb der Schule sind neben Schülern und Lehrern auch die Eltern nicht ausgenommen. Um die Abstandsregelungen besser einzuhalten, werden die Sitzungen, falls möglich, in größeren Räumen abgehalten. An der Erich-Kästner-Schule in Dormagen beispielsweise dient das Foyer der Schule als neuer Austragungsort, die Grundschule Burg Hackenbroich sowie die Christoph-Rensing-Schule in Dormagen weichen auf Turnhalle und Aula aus.

Auch haben sich viele Schulen darauf festgelegt, dass nur jeweils ein Elternteil pro Kind an der Elternsitzung teilnehmen darf. So sollen große Menschenansammlungen vermieden werden. Diese Regelung gilt etwa am Bettina-von-Arnim-Gymnasium (BvA), der Erich-Kästner-Grundschule, der Christoph-Rensing-Schule sowie der Grundschule Burg. Für letztere ist sogar eine Anmeldung verpflichtend, um den Raum passend zur Teilnehmerzahl auswählen zu können.

Zudem finden die Sitzungen häufig nur noch klassenweise und nicht mehr jahrgangsübergreifend statt. „Normalerweise werden Inhalte, die alle Klassen einer Stufe betreffen, in den Jahrgängen gemeinsam besprochen, damit diese nicht in jeder Klasse einzeln wiederholt werden müssen“, schildert Theodor Lindner, Schulleiter des BvA. Um ein Zusammentreffen größerer Gruppen zu vermeiden, werden alle Informationen in diesem Schuljahr nur noch klassenweise besprochen. Außerdem bleiben während der Sitzungen die Fenster und Türen durchgehend geöffnet – damit die Luft zirkulieren kann.

Um die Sitzungen nicht unnötig in die Länge zu ziehen, werden an der Erich-Kästner-Grundschule lediglich die wichtigsten Informationen, die durch die Lehrer erklärt werden müssen, in der Elternsitzung geteilt. Alle weiteren Informationen werden per Mail an die Eltern herausgegeben. „Außerdem erstellen wir, genau wie bei den Kindern, einen Sitzplan, um Infektionsketten schnellstmöglich zurückverfolgen zu können“, erklärt Schulleiterin Monika Scholz.

All diese aufwendigen, aber letztlich notwendigen Maßnahmen sorgen dafür, dass es mehr Termine gibt. „Die Elternsitzungen ziehen sich für unsere zehn Klassen dann auf insgesamt zweieinhalb Wochen“, erklärt Scholz. „Normalerweise wären wir in einer Woche durch gewesen“.