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Leiterin der Tafel in Dormagen Claudia Manousek erhält Bundesverdienstkreuz

Dormagen · Tafelchefin, Engagement in der Kirche oder Versorgung von Flüchtlingen – Claudia Manousek ist eine Power-frau. Jetzt hat die Dormagenerin das Bundesverdienstkreuz erhalten.

 Für Powerfrau Claudai Manousek (Mitte) gab es am Freitag das Bundestverdienstkreuz. An ihrer Seite die stellvertretende Landrätin Katharina Reinhold (l.) und Bürgermeister Erik Lierenfeld (r.).

Für Powerfrau Claudai Manousek (Mitte) gab es am Freitag das Bundestverdienstkreuz. An ihrer Seite die stellvertretende Landrätin Katharina Reinhold (l.) und Bürgermeister Erik Lierenfeld (r.).

Foto: Judith Michaelis (jumi)

Claudia Manousek erhielt erneut eine Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Die Leiterin der Dormagener Tafel sei zwar „nicht so der Mensch für Ehrungen“, wie sie auf einer vergangenen Veranstaltung erzählte, aber der Rhein-Kreises Neuss schätzt ihre Arbeit.

Im Historischen Rathaus in Dormagen überreichte ihr am Freitagnachmittag Katharina Reinhold, Stellvertretende Landrätin, das Bundesverdienstkreuz. „Es sind Menschen wie Claudia Manousek, deren wertvollen Einsatz für unsere Gesellschaft man nicht hoch genug schätzen kann“, sagte sie. Das Bundesverdienstkreuz wird an Menschen verliehen, die sich durch außerordentlichen Einsatz um das Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt verdient gemacht haben.

Aber wofür erhielt die Dormagenerin das Bundesverdienstkreuz? Seit der Gründung im Jahr 2005 leitet sie die Dormagener Tafel. Dort erhalten bedürftige Menschen Lebensmittel. Das ist nicht alles: Manousek gründete mit anderen Personen den Logistikverteilkreis Dormagen. Dieser versorgt im Umkreis von Dormagen mehr als 30 Tafeln mit Lebensmitteln. Zudem ist die Dormagenerin Vorsitzende des Vereins „Tafel Nordrhein-Westfalen“.

Ehrenamtliches Engagement begleitet die gebürtige Kölnerin ihr ganzes Leben. Das wurde ihr bereits in ihrer Kindheit vorgelebt: Ihr Vater engagierte sich in der örtlichen SPD, die Mutter in der Kirche. Als Manousek 1989 wegen ihrer Kinder – sie hat zwei – nach Dormagen zog, klopfte sie gleich im Presbyterium zum Mitmachen an. Die Rollenverteilung im Hause Manousek war klar, erzählt sie: „Einer verdient das Geld, der andere kümmert sich um das Soziale.“ Da ihr Mann bei Microsoft arbeitet, hatte sie genügend Freiraum für das Soziale. Die beiden lebten mehrere Jahre zusammen in den USA, wo sie ein neues Bewusstsein für das Ehrenamt lernten. „Dort wird man schnell gefragt: ...und was machst Du ehrenamtlich?“

Über ihre Tätigkeit bei der Tafel hinaus, hat Manousek in den vergangenen Jahren einige Projekte organisiert. So zum Beispiel „Projekt Dormagener Schulranzen“. Kinder aus bedürftigen Familien erhalten für den Besuch der Grundschule eine kostenlose Erst- oder Ersatzausstattung. „Ich habe einfach den Drang, etwas zu bewegen“, sagt sie, „ich bin nie nur eine Mitläuferin gewesen, ich mag es, etwas gestalten zu können.“

Im Jahr 2015 unterstützte Manousek darüber hinaus die Stadt Dormagen im Zuge der Flüchtlingswelle. Sie nahm Sachspenden an, sortierte und verteilte diese. Zudem engagiert sie sich in der evangelischen Kirchengemeinde Dormagen.

(sku)
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