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Dormagen: Buch-Autorin über „Die Reise zum Glück der Welt“

„Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“ : Dormagener Autorin über eine Reise zum Glück der Welt

Landwirtin Martina Frason begibt sich in ihrem neuen Buch auf die „Reise zum Glück der Welt“. Mit kindlicher Naivität und vielen Ideen schickt sie ihre zwei Protagonisten auf eine außergewöhnliche Reise.

  Buchautorin Martina Frason träumt von einer besseren Welt, einem Leben ohne Krieg, ohne Hungersnot und ohne Hass. Eine naive Vorstellung? Oder aber ein Versuch, das Glück der Welt in die eigenen Hände zu nehmen? In ihrem Buch „Die Reise zum Glück der Welt“ beschreibt die Dormagenerin den gemeinsamen Lebensweg der Kölner Richterin Margret und dem mächtigen Chris und wie dieses sonderbare Duo gemeinsam die Welt rettet.

Frau Frason, welche Intention hegten Sie mit dem Verfassen dieses außergewöhnlichen Buches?

Martina Frason Die Hauptintention dieses Buches ist es möglichst vielen Menschen wunderbare Bilder in den Kopf zu zaubern, von einer Welt, wie sie sein könnte. Eine Welt, in der jeder Mensch für sein eigenes Glück eine möglichst gute und insbesondere eine gleichgestellte Basis hat. Es ist in meinen naiven Augen möglich, wenn der Wille dazu da ist. Es gibt mächtige Menschen auf dieser Erde, die dies bewirken können - wie beispielsweise mein Protagonist Chris.

Gleich zu Beginn des Buches nennen Sie einige Beispiele, die für Sie die negativen Seiten der Welt verdeutlichen. Besonders konzentrieren Sie sich dabei auf Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und beginnen mit einem einschneidenden Erlebnis Ihrer Protagonistin Margret. Nun sind Sie selber Landwirtin, wie viel von Ihrer eigenen Persönlichkeit haben Sie einfließen lassen?

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Frason Hand aufs Herz: Wer mich kennt, der erkennt meinen persönlichen Background und mich als Person in dem Buch natürlich wieder. Ich habe das Beispiel der landwirtschaftlichen Saisonarbeiter genommen, weil ich in diesem Bereich die meisten Erfahrungen habe und in diesem Fall meinen eigenen persönlichen Senf am besten dazu abgeben kann. Meine Protagonistin kommt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und wird Richterin, in diesem Beruf wird sie immer wieder mit Gewissensbissen konfrontiert und merkt immer deutlicher, dass ihr häufig die Hände gebunden sind - das will sie an einem bestimmten Punkt nicht mehr hinnehmen und beginnt auf naive, kindliche Art und mit vielen Ideen und Mut damit, die Welt zu verbessern.

Sie sprechen es bereits an, dem ein oder anderen könnte Ihr Buch an manchen Stellen sehr naiv vorkommen - Wie viel Realismus sehen Sie persönlich darin?

Frason Ich muss da in die Zeit vor Corona und nach Corona unterteilen. Vor der Corona-Krise habe ich ständig gegrübelt, ob mein Manuskript zu naiv und realitätsfremd  ist. Ich habe dann pausiert und dann brach die Corona-Krise aus. In dieser Zeit wurden über Nacht weltweit Gesetze geändert und neue Regeln aufgestellt, die wir alle nie für möglich gehalten hätten. Von dem Moment an stand für mich fest: Es ist möglich die Welt zu verändern. Die Moral ist: Wo ein Wille ist, da ist auch Weg.

Besonders wichtig ist Ihnen die Anpassung der Gehälter weltweit...

Frason Das ist richtig. Ich finde nicht, dass jeder Mensch das Gleiche verdienen sollte, denn wer viel arbeitet der soll auch viel verdienen. Das gilt jedoch auch für die Arbeit im Niedriglohnsektor. Auch der Altenpfleger, die Friseurin oder der Landarbeiter müssen entsprechend verdienen. Das muss durch alle Ebenen getragen werden, bis es mächtige Menschen erreicht, die etwas verändern können.

Welche Rolle spielen Liebe und Empathie in Ihrem Buch?

Frason Eine ganz Große. Nicht nur wegen der Liebesgeschichte in meinem Buch. Nur wenn man Liebe empfindet und weitergeben möchte, setzt man alle Hebel in Bewegung, um Gerechtigkeit und Fairness walten zu lassen. Das fehlt mir in der Welt.

Was möchten Sie mit Ihren Zeilen bewirken?

Frason Viele Menschen kamen auf mich zu und sagten mir, dass ich Ihnen aus dem Herzen spräche. Ich möchte nicht nur die Mächtigen ansprechen, sondern hoffe, dass sich jeder an die eigene Nase packt. Denn nur dann, wenn jeder einzelne die Welt ein Stücken besser machen will, dann kann die Masse die Mächtigen erreichen. Ich habe einen Funken Hoffnung, dass es der Welt irgendwann besser gehen wird und Hunger und Krieg irgendwann ein Ende finden werden.