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Dormagen: Blutspenden auch während der Pandemie

Beim DRK in Dormagen : Mit Blutspenden Leben retten

In Dormagen haben im letzten Jahr viele Menschen Blut gespendet. Nicht nur in Corona-Zeiten leisten Spender einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Das DRK ruft auch weiterhin zur Spendenbereitschaft auf.

Gesundheit ist ein hohes Gut, das ist nicht erst seit Corona so. Um Menschen in Notfallsituationen, zum Beispiel nach Unfällen, Operationen oder Therapien optimal helfen zu können, werden in Krankenhäusern täglich Blutkonserven benötigt. Auch in Dormagen ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in regelmäßigen Abständen zum Blutspenden auf. Im vergangenen Jahr gab es 19 Blutspendetermine im Stadtgebiet, bei denen 1317 Spender erschienen. „Damit können die Dormagener ganz zufrieden sein“, sagt Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West. „Das ist zwar etwa 2,5 Prozent weniger, als wir ursprünglich geplant hatten, aber für den relativ kleinen Bereich ein gutes Ergebnis.“

Aktuell werde etwas weniger Blut benötigt, als sonst üblich, weil durch die Corona-Pandemie nicht zwingend notwendige Operationen oft verschoben würden, wie Küpper erklärt. „Im Moment läuft es aber ganz gut, wir bekommen das, was wir brauchen“, sagt er. Und das sind zwischen 3000 und 3500 Konserven täglich in drei Bundesländern, die das DRK West beliefert: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Da diese Anzahl an Konserven täglich benötigt, überschüssige Konserven aber nicht lange aufbewahrt werden können, weshalb zu viele Spenden auch nicht gut seien, habe man es mit einer Art Sisyphosarbeit zu tun, wie Küpper erklärt: „Wir fangen jeden Tag wieder bei Null an, man kann sich nicht auf den Lorbeeren des Vortages ausruhen.“

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Das Spenderverhalten sei im Moment sehr gut. Den Grund dafür vermutet Küpper auch in der Pandemie: im Lockdown sei ein Blutspendetermin für die Menschen vielleicht eine willkommene Abwechslung. Und da bei den Terminen penibel auf die Corona-Schutzmaßnahmen geachtet würde, brauche man sich in dieser Hinsicht nicht zu sorgen. „Wir schauen allerdings schon mit Sorge auf den Tag, den wir uns alle herbeisehnen“, sagt Küpper. Damit meint er das Ende des Lockdowns. „Dann haben die Menschen Nachholbedarf und möchten vielleicht andere Dinge tun.“ Er appelliert an die Bürger, auch weiterhin Blut zu spenden und damit der gesamten Gesellschaft zu dienen.

Jeder Bürger über 18 Jahre, der gesund und fit ist, kann Blut spenden. Die Terminvergabe erfolgt über die DRK-Blutspende-App oder die Internetseite spenderservice.net. Auf der Seite www.blutspende.jetzt kann man auch checken, ob man als Spender geeignet ist. Zum Termin sollte man den Personalausweis mitbringen. Vor Ort werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert überprüft, im Labor folgen Untersuchungen auf Infektionskrankheiten. Die eigentliche Blutspende dauert fünf bis zehn Minuten. Nach einer kurzen Ruhepause gibt es ein Lunchpaket zur Stärkung und ein Dankeschön. Der nächste Blutspendetermin ist am Montag, 29. März, von 15 bis 19 Uhr im Haus für Horrem, Weilergasse 1b.