1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Beutelspender für Hundekot gehen bald online

Tiere in Dormagen : Standorte von Beutelspender für Hundekot gehen bald online

In ihrem Bemühen, die Sauberkeitssituation in Dormagen rund um die insgesamt 61 mit Kotbeutelspendern ausgestatteten „Hundetoiletten“ zu verbessern, kann die Zentrumsfraktion ihre Vorstellungen nur teilweise verwirklichen.

(ssc) Das wurde in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses deutlich.

Das Zentrum hatte unter anderem vorgeschlagen, das Entsorgen von Hundekot in einem Beutel in der Natur mit einer Strafe in Höhe von 100 Euro zu belegen. Daraus wird nichts. Die Stadt begründet ihre Ablehnung mit zwei Argumenten: Erstens sei das Verwarngeld für die wilde Entsorgung von Hundekot erst vor gut einem Jahr von 35 auf 55 Euro erhöht worden. Und zweitens: Würden mehr als diese 55 Euro verlangt, befände man sich im Bußgeldbereich. Bedeutet: Der Aufwand für die Stadt würde erheblich größer werden. Dann nämlich sei ein schriftliches Anhörungsverfahren mit Stellungnahmen der Betroffenen, Bewertung der Einlassung von Beschuldigten und gegebenenfalls sogar mit einem sich anschließenden Gerichtsverfahren notwendig, erläuterte Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Der Forderung des Zentrums, alle Kotbeutelstationen ohne Mülleimer in unmittelbarer Nähe um einen Abfallbehälter zu erweitern, begegnete Lierenfeld mit dem Hinweis, dass künftig jede neue Station mit einem Mülleimer ausgestattet werde – es sei denn, in Sichtweite gebe es schon einen.

Für sinnvoll hält die Stadt die Verknüpfung der Standorte mit neuen Medien. Das Zentrum setzt sich dafür ein, dass die Standorte der Hundekotbeutelspender über die Internetseiten der Stadt veröffentlicht und die Daten bei Google-Maps eingetragen werden. Lierenfeld sagte zu, dass die Geodaten der Spender-Plätze noch erfasst würden; die so genannte Open-Data-Plattform der Stadt soll dann auch mit einer Karte ausgestattet werden.