Dormagen: Begehrter Honig aus dem Tannenbusch

Hobby-Imker Marc Pellekoorne : Begehrter Honig aus dem Tannenbusch

Seit drei Jahren ist Marc Pellekoorne als Hobby-Imker tätig. Jetzt stellt er erstmals seinen eigenen Honig her – und die Nachfrage ist groß.

Vor drei Jahren verwirklichte sich der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Marc Pellekoorne, seinen Traum von einer eigenen Imkerei. Mittlerweile ist er Herr über mehrere Bienenvölker, die genaue Anzahl bleibt sein Geheimnis: „Darüber sprechen Imker nicht gerne.“ Seine Bienenvölker hat er im Delhovener Tannenbusch sowie in Nievenheim angesiedelt. „Als Imker benötigt man viel Platz“, sagt Pellekoorne und lacht. Die Honigherstellung findet zu Hause statt und nun bietet Pellekoorne seinen Honig aus eigener Herstellung, den sogenannten Tannenbusch-Honig, erstmals zum Verkauf an.

Mit 17 Jahren träumte Pellekoorne von einer eigenen Imkerei: „Als ich meine Fachhochschulreife in Agrarwirtschaft gemacht habe, war ein Lehrer Imker. Ich fand das super spannend.“ Dass die Umwelt für ihn sehr wichtig ist, beweist auch sein Vorsitz in der Schutzgemeinschaft. „Irgendwann gehört eine Imkerei dazu“, sagt Pellekoorne.

Mit dem Prozess der Honigherstellung war er schnell vertraut. Eine Biene produziert Honig, indem sie dem Nektar Wasser entzieht und diesen verdickt. Im Anschluss bringt sie den Nektar in den Bienenstock. „Bildet sich ein Wachsdeckel, dann weiß ich, dass der Honig gut ist.“ Der Honig ist in der Fachsprache nun verdeckelt. Mithilfe einer Zentrifuge schleudert der Imker den Honig aus den Waben. Dann bearbeitet Pellekoorne seinen Honig: „Der Honig wird schnell hart, der Kunde mag ihn aber am liebsten flüssig“. Mithilfe eines bestimmten Herstellungsverfahrens kann der Härteprozess hinausgezögert werden. Um bei seiner Arbeit unangenehme Bienenstiche zu vermeiden, nähert sich Pellekoorne seinen geliebten Tieren nur in entsprechender Schutzkleidung. Auch nach drei Jahren sind die Stiche weiterhin schmerzhaft. „Es ist ein Ammenmärchen, dass es nach dem 50. Stich nicht mehr weh tut“, sagt Pellekoorne.

„Die Imkerei ist eine große Kunst, denn ohne Imker könnte die Honigbiene in Deutschland nicht überleben“, sagt Pellekoorne. Die Rede ist von der Varroamilbe, die seit einigen Jahren den Bienen zu schaffen macht. Der Parasit geht in die Brut und sticht die Larven an. Die jungen Bienen sterben meist kurze Zeit nach dem Schlüpfen. Da die Milbenart keine natürlichen Feinde hat, behandelt der Imker seine Völker dreimal im Jahr mit organischen Säuren. „Man erwischt nie alle aber meist können 90 Prozent der Milben abgetötet werden.“

Zweimal im Jahr schleudert der Imker die Waben zu Honig. Gerade ist sein Rapshonig fertig geworden: „Ich möchte den Leuten aber nicht nur ein Produkt anbieten. Deshalb warte ich noch, bis der Lindenhonig gut ist.“ Aber egal, für welche Sorte man sich entscheiden wird: Interessenten müssen schnell sein, denn der Honig ist beliebt. Anfragen nimmt Pellekoorne über das Internet-Netzwerk Facebook entgegen. Der Verkauf findet bei ihm zu Hause statt.

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