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Dormagen: Ärger um die neugestaltete Stürzelberger Straße

Bürgermonitor Dormagen : Ärger um neugestaltete Stürzelberger Straße

Ex-Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann sieht auf der neugestalteten Stürzelberger Straße Radler durch eine „Absturzkante“ in Gefahr. Die Stadt hat bereits reagiert und angekündigt, nachbessern zu wollen.

Die umgebaute Stürzelberger Straße hat Kritik des früheren Dormagener Bürgermeisters Peter-Olaf Hoffmann hervorgerufen. Hoffmann missfällt die Ausführung des Radweges.

Peter-Olaf Hoffmann kritisiert die „Absturzkante“ am Radweg. Foto: Tinter, Anja (ati)

Im Zuge der Sanierung der Verbindung zwischen Zons und Stürzelberg hatte die Stürzelberger Straße einen kombinierten Geh- und Radweg erhalten. Was Hoffmann konkret stört, ist die – wie er sie nennt – „Absturzkante“ am Anfang und Ende des Radwegs. Der aus Richtung Zons kommende Radler müsse von der rechten Fahrbahn die Straße zum Radweg queren – wo er dann noch absteigen müsse, wenn er keinen Sturz oder eine Beschädigung seines Rads in Kauf nehmen wolle. Das selbe Prozedere dann am Ende in Stürzelberg an der Schulstraße.

Hoffmann hat sich deshalb an Thomas Wedowski gewandt, den Leiter der Technischen Betriebe Dormagen. „Ich kenne viele Radwege, die an einer Straße enden oder beginnen, mir ist aber noch nie ein Radweg begegnet, bei dem bewusst eine ,Absturzkante’ zur Behinderung der Radfahrer eingebaut worden ist“, schreibt Hoffmann. „Für mich ist die neue Gestaltung des Radweges ohne Absenkungen zu Beginn und am Ende ein Schildbürgerstreich.“

Soweit die Aufmerksamkeit von Fahrradfahrern auf das Ende bzw. den Anfang eines Radweges gelenkt werden solle, bestehe die Möglichkeit, dies mit Warnhinweisen oder Farbmarkierungen zu machen. Auch gebe es Verkehrsschilder, um die Autofahrer auf das Ende bzw. den Beginn eines Radweges hinzuweisen. Hoffmann weiter: „Nachdem der neue Radweg nun auch nicht mehr beleuchtet ist, ist vor allem für ortsfremde Radfahrer bei Dunkelheit eine Gefahrenquelle geschaffen worden, durch die Radfahrer stürzen und sich verletzen oder noch schlimmere Schäden erleiden können.“

Die Stadt hat am Donnerstag Nachbesserungen zugesagt. Der städtische Fahrradbeauftragte Peter Tümmers habe nach einem Vor-Ort-Termin bereits angeregt, für die von der Straße auf den Geh- und Radweg auffahrenden Radfahrer eine „Entschärfung“ der Kante vorzunehmen, teilte Statsprecher Max Laufer mit: „Eine entsprechende weitere Absenkung der Übergangsbereiche ist bereits beauftragt und wird kurzfristig umgesetzt, so dass diese potenzielle Gefahr schon bald beseitigt sein wird.“

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