1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Abenteuerspielplatz für Hunde am Tannenbusch

Erste Freilauffläche in Dormagen : Ein Abenteuerspielplatz für Hunde

Mehr als vier Jahre hat es gedauert, bis am Freitag Dormagens erste öffentliche Hundefreilauffläche am Tannenbusch eröffnet wurde. Die Gesamtkosten für die Umsetzung des Projekts betrugen 7500 Euro. Es werden noch Paten gesucht.

Ina Stünkel und Farina Butterweck nehmen auf einer der neuen Sitzbänke aus Holz Platz, trinken einen Kakao und schauen ihren nicht angeleinten Hunden beim Spielen zu. Früher war das in Dormagen nicht möglich. Doch seitdem am Freitagvormittag Bürgermeister Erik Lierenfeld die erste Freilauffläche für Hunde am Tannenbusch eröffnete, haben die Freundinnen ein neues Ausflugsziel für ihre Tiere gefunden und können sich in Ruhe zum Quatschen treffen. „Auf einen Hundespielplatz haben wir gewartet. Hier können wir die Hunde frei laufen lassen und sie können richtig Gummi geben“, sagt Ina Stünkel, die mit Hund Blue aus Grevenbroich gekommen ist. Die Dormagenerin Farina Butterweck, Besitzerin von Mia und Linus, ergänzt, „die Hunde können hier toben, ohne jemanden zu stören“.

Mehr als vier Jahre vergingen, bis das passende Gelände für Dormagens erste Hundewiese gefunden wurde. „Für mich war klar, dass sie in Richtung Tannenbusch muss. Gerade in der Innenstadt fehlen entsprechende Flächen, außerdem wären Konflikte mit Anwohnern vorprogrammiert gewesen“, sagte Lierenfeld bei der Eröffnung.

  • In der Corona-Pandemie haben sich viel
    Die Linke in Remscheid : Hundewiese für Lennep gefordert – Schwierige Standortsuche
  • Kunstwerke-Datenbank : Dormagens Kunstwerke sind jetzt endlich digitalisiert
  • Das Pferd „Rex“ ist neu im
    Zuckersüß in Dormagen : Tannenbusch Tierpark hat Zuwachs bekommen

Bei der über 3000 Quadratmeter großen Fläche Auf dem Hundsrücken handelt es sich um ein Grundstück der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft (SVGD). Die Gesamtkosten für den ersten öffentlichen Hundespielplatz lagen bei 7500 Euro. Umgesetzt wurde der Plan mit tatkräftiger Unterstützung der drei ehrenamtlichen Projekt-Paten Claudia Hofheinz, Nadja Groten und Hans-Jürgen Altenbeck.

Für Nadja Groten ist die Hundewiese „ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk“. Beendet ist die Arbeit für die Ehrenamtler aber jetzt noch lange nicht. Die insgesamt sieben Paten benötigen sogar weitere Unterstützung bei der Pflege des Geländes. Es muss regelmäßig kontrolliert werden, ob genügend Beutel für die Hinterlassenschaften der Tiere im Spender sind, ob die Mülltonne geleert werden muss, ob es Beschädigungen am Zaun gibt und ob womöglich Giftköder ausgelegt wurden. „Es werden inzwischen auch giftige Körner ausgelegt. Wenn die Hunde sie aufnehmen, gibt es keine Chance mehr. Wer Köder findet, sollte sie einsammeln und die Polizei und uns informieren“, sagt Claudia Hofheinz, deren Töchter Angelina und Sophia Marie vor vier Jahren auf die Idee der Freilauffläche kamen. Neben Paten werden auch noch Sponsoren für die Anschaffung von Spielgeräten für Hunde gesucht, um die Fläche, die im nächsten Jahr ein frisches Grün erhalten soll, noch attraktiver zu gestalten.

Auch für die Hundebesitzer bietet der neue Spielplatz mit einer Grillstelle und vier Sitzbänken Aufenthaltsqualität. „Die Lage ist zentral und es gibt genügend Parkplätze. Der Tannenbusch wird als Ausflugsziel noch attraktiver,“ meint SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz. Allerdings ist am Wochenende die Nutzung der Parkplätze kostenpflichtig. „Das lässt sich aus organisatorischen Gründen leider nicht vermeiden“, sagte Schmitz.