Dormagen: 14 junge Menschen wurden auf ihre Arbeit als Missionar auf Zeit vorbereitet.

Missionar auf Zeit : Junge Leute sammeln Erfahrungen

14 junge Frauen und Männer wurden auf ihre Missionarszeit vorbereitet.

Beim gemeinsamen Grillen ist die Aufregung förmlich greifbar. Nicht nur die 14 Missionare und Missionarinnen auf Zeit – kurz MaZ – sind gespannt, was das kommende Jahr für sie bereit hält, auch ihre Familien sind sichtlich aufgeregt. Ein Jahr mitleben, mitbeten und mitarbeiten – das ist das Motto der MaZ. Anne Wessel ist eine davon. Die 17-Jährige freut sich schon sehr auf ihren zehnmonatigen Aufenthalt in Bolivien, auch wenn sie erst im November abreisen wird. Für den Freiwilligendienst müssen die Teilnehmer nämlich 18 Jahre sein.

„Ich weiß einfach noch nicht genau, was ich studieren möchte, deshalb habe ich mich dazu entschieden, erstmal ein Jahr etwas anderes zu machen“, erzählt sie. Auf den MaZ-Freiwilligendienst ist sie am Katholikentag im vergangenen Jahr aufmerksam geworden. Ab November wird Anne zehn Monate in einer Ordensgemeinschaft leben und gemeinsam mit einer anderen Freiwilligen Kinder betreuen. Aaron Faber aus Aachen ist 18 Jahre und reist nach Ghana, wo er in einer Schule arbeiten wird: „Was genau ich dort mache, erfahre ich vor Ort. Aber es wird um die Betreuung von Schülern gehen, eventuell unterrichte ich dort, unterstütze in der Verwaltung oder gestalte Freizeitangebote.“ Er hat sich gemeinsam mit drei Freunden beworben, mit einem davon wird er das Jahr in der Schule arbeiten. „Ich wollte vor dem Studium unbedingt noch etwas machen, was wertvoll ist und neue Erfahrungen sammeln“, sagt Aaron.

Bildungsreferentin Anne Arenhövel unterstützt die jungen Leute. Sie hilft bei den Vorbereitungen und ist Ansprechpartnerin für die ganze Familie: „Wir bieten das in jedem Jahr an, jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die Infoseminare stattfinden und neue Freiwillige gesucht werden.“ Bevor es ins Ausland geht, fand ein neuntägiges Seminar im Kloster Knechtsteden statt. „Dort haben wir unter anderem über Themen gesprochen, wie Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus und gewaltfreie Kommunikation. Aber auch Tipps gegeben, was in den Koffer muss“, erzählt Arenhövel. Die Freiwilligen werden zu verschiedenen Ordensgemeinschaften oder Kooperationen von Orden entsandt und unterstützen dort soziale Projekte. Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 27 Jahren, der einen Schulabschluss mitbringt. Der Freiwilligendienst ist konfessionsübergreifend.

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