Dormagen: Diskussion um Kaarst oder Gohr als Konverter-Standort

Dormagen: Diskussion um Kaarst oder Gohr als Konverter-Standort

Der SPD-Kreisvorsitzende Klaus Krützen befürchtet, dass der Standort des umstrittenen Konverters bereits festgelegt ist: "Wenn man die Äußerungen des Landrates verfolgt, drängt sich der Eindruck auf, dass er an einem Konverterstandort Kaarst keinerlei Interesse mehr hat." Dies hieße, dass der alternative Standort Gohr zum Zuge kommen würde, so Krützen.

Der Netzbetreiber Amprion hatte sich auf die "Dreiecksfläche" in Kaarst als Favorit festgelegt, Gohr als "ebenso geeignet" bezeichnet und weitere Standorte ausgeschlossen. Krützen, designierter Bürgermeisterkandidat der SPD für Grevenbroich, möchte mit der Bürgerinitiative aus Gohr Maßnahmen planen, damit es zum Konverterbau auf der Dreiecksfläche - dort steht im Regionalplan bisher eine Nutzung als Kiesabbaugebiet - kommt: "Dies ist der Standort, der das Kriterium der Entfernung zur Wohnbebauung am besten erfüllt - und dies war stets eine Forderung aller politisch Agierenden."

Das Unternehmen ACL hat hingegen bestätigt, dass die Genehmigung zur Auskiesung auf der Dreiecksfläche unterschriftsreif sei. "Das einzige, was noch fehlt, ist eine Stellungnahme der Wasserwerke Grevenbroich, weil auf dem Grundstück eine Leitung verläuft", sagt Jörg Wieck, Prokurist bei ACL. "Diese Stellungnahme soll aber bereits auf dem Weg sein. Sobald eine Genehmigung des Landrats vorliegt, wollen wir Anfang des Jahres mit den vorbereitenden Maßnahmen, also dem Bau der Zufahrtsstraße, beginnen." Geplant werde seit zehn Jahren. Mit ihnen habe Amprion bisher - entgegen eigener Angaben - nicht gesprochen.

(cw-/juha)
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