Die Stadt Dormagen rüstet weitere 214 Laternen auf LED um

Programm für 2019: 214 Laternen werden auf LED umgerüstet

Die in den vergangenen Jahren begonnene Erneuerung soll 2019 fortgesetzt werden. Teils müssen Anwohner die Kosten mittragen.

Vor gut zwei Jahren ist die Stadt Dormagen mit einer Gold-Urkunde ausgezeichnet worden. Die bekam sie im Rahmen eines Projektes der Europäischen Union (EU) für „nachhaltige Beschaffung“. Hinter dem etwas bürokratisch-sperrigen Begriff steckte die energetische Sanierung von Teilen der Straßenbeleuchtung. Die sukzessive Umrüstung der Leuchten auf LED-Technik führte sowohl zu einer Senkung der Energiekosten, als auch zu einer Reduzierung des umweltschädlichen CO2-Ausstoßes. Und die Stadt bleibt bei dem Thema am Ball. Die Politiker im Planungs- und Umweltausschuss stimmten dem Vorschlag der Verwaltung zu, im kommenden Jahr weitere 214 Lampen auf LED umzustellen. Vorgesehen sind Maßnahmen in Delhoven, Delrath, Dormagen-Mitte, Gohr, Hackenbroich, Nievenheim, Straberg und Zons. Die Gesamtkosten sind mit fast 70.000 Euro veranschlagt worden.

„Durch eine lichttechnische Berechnung und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurde der Nachweis erbracht, dass eine hohe Energieersparnis erzielt werden kann und der Leuchtentausch über den Lebenszyklus von circa 30 Jahren wirtschaftlich ist“. informierte die städtische Beigeordnete Tanja Gaspers die Politiker im Zusammenhang mit dem Beleuchtungskonzept. Die Berechnung habe ergeben, dass die Stadt durch den Wechsel bei den Straßenlaternen in den genannten 30 Jahren rund 125.000 Euro Stromkosten sparen kann. Ausgehend vom Jahr 2006 strebt die Kommune an, den Energieverbrauch auf unter 30 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Wert zu senken. Diesem Ziel kommt sie mit jeder Maßnahme näher. „Gleichzeitig wird die Beleuchtungsqualität verbessert“, betont Gaspers.

Bei den meisten Dormagener Straßenzügen mit hohem Licht- bzw. Energiebedarf ist eine Umrüstung auf LED laut der Beigeordneten allerdings schon vollzogen worden. Nun kommen unter Anderen auch Leuchten an die Reihe, die zwar einst bereits mit LED „Retrofit“ ausgestattet worden waren, deren Gehäuse aber altersbedingt undicht geworden sind, wie die Stadt mitteilt. Große Energieeinsparungen ließen sich bei diesen Lampen nicht mehr erzielen. Auch Fördermittel gibt es dafür nicht mehr, weil dazu ein CO2-Minderungspotenzial von mindestens 70 Prozent erzielt werden müsste.

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Bei einer Reihe der für 2019 vorgesehenen Austausche müssen sich die Anwohner an den Kosten beteiligen. Grundlage dafür ist das Kommunale Abgabengesetz. Die höchste Summe kommt in Delrath zusammen. Die Balgheimer Straße in dem Dormagener Ortsteil bekommt 34 neue Leuchten und ist damit einer der Schwerpunkte im Umrüstprogramm für 2019. Die Gesamtkosten belaufen sich dort auf 5780 Euro, von denen die Anwohner insgesamt 4046 Euro berappen sollen. Große Summen fallen auch in Gohr an der Friedrich-Hinsen-Straße an (24 neue Leuchten, Gesamtkosten 4080 Euro, Anwohneranteil 2856 Euro) sowie an der Pommernallee (21 Leuchten/3570Euro/2499 Euro).

Ein weiterer Schwerpunkt im kommenden Jahr wird Zons sein. Das meiste Geld nimmt die Stadt dabei für die Beleuchtung des Wallgrabens um die Zollfeste in die Hand. Dort sollen 9900 Euro investiert werden. Einen Anwohneranteil kann die Stadt dort nicht erheben.

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