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Dormagen: Die Seelsorgerin für Senioren

Dormagen : Die Seelsorgerin für Senioren

Seit September ist sie Gemeindereferentin der Pfarrgemeinde St. Michael Dormagen-Süd: Birgit Quack kümmert sich vor allem um die Seelsorge und Unterstützung der Senioren in den vier Altenheimen im Gemeindegebiet.

Ihren ersten Besuch im St.-Augustinushaus stattete Birgit Quack gleich in offizieller Mission ab: Sie vertrat Pfarrer Peter Stelten bei der Einweihung des neu gestalteten "Raums der Sinne". Seit September 2011 ist die 42-Jährige Gemeindereferentin in der katholischen Pfarre St. Michael Dormagen-Süd. Dabei ist sie vor allem für die Altenpastoral zuständig.

"Die Menschen werden immer älter, da ist es wichtig, auch etwas für unsere Senioren zu unternehmen", betont Pfarrer Stelten. Dabei komme es neben Angeboten für körperliche und geistige Fitness eben auch darauf an, die Seele mit einzubeziehen: "Die Kirche sollte die Menschen dabei unterstützen, in Würde zu altern", so Pfarrer Stelten, in dessen Gemeindegebiet vier Altenheime liegen.

Zu diesen vier Seniorenheimen in unterschiedlicher Trägerschaft möchte Birgit Quack Kontakt aufnehmen, um das Angebot zu vernetzen und — wo es gewünscht wird — zu ergänzen. Dabei geht die 42 Jahre alte Hackenbroicherin sehr behutsam vor: "Ich schaue mir erst einmal an, welche Angebote und Wünsche der Senioren und der Heime es gibt, um mir einen Überblick zu verschaffen." Sie wolle auf keinen Fall ein fertiges Konzept aufdrängen: "Das kann nur individuell aufgebaut werden, nicht übergestülpt werden, denn es muss zu den Menschen passen."

Sie ist zwar erst seit vier Monaten im Amt in Dormagen, allerdings ist Birgit Quack ein "Kind des Rhein-Kreises Neuss". Geboren und aufgewachsen in Grevenbroich, besuchte sie das Pascal-Gymnasium, bevor sie in Paderborn Religions-Pädagogik studiert hat. Ihre erste Stelle als Gemeindereferentin trat Birgit Quack 1995 an, fünf Jahre verbrachte sie in Euskirchen.

Nach ihrem Wechsel auf die Neusser Furth und der Geburt ihres ersten Sohnes Lukas Matthias pausierte sie erst einmal. Inzwischen kann die Familie Quack, die 2003 nach Hackenbroich gezogen ist, "drei Evangelisten" aufweisen, wie Birgit Quack lächelnd vorstellt: "Mein Mann Markus und unsere Söhne Lukas und Johannes." Ehrenamtlich hat Birgit Quack im Kleinkindermesskreis und der Flötengruppe mitgearbeitet und in den vergangenen dreieinhalb Jahren Religions-Unterricht an verschiedenen Grundschulen im Rhein-Kreis, zum Beispiel in Allrath und in Hoeningen, gegeben.

Durch ihre aufgeweckten Söhne, die zehn und sieben Jahre alt sind, "gestählt", bringt Birgit Quack so leicht nichts aus der Ruhe: "Es ist wichtig, einander zuzuhören und ernst zu nehmen — das biete ich auch den Angehörigen im Malteserstift St. Katharina an." Denn im Rahmen ihrer 25-Prozent-Stelle verbringt sie zurzeit vier Stunden in der Woche im Malteserstift, wo sie die Senioren im Wohnbereich besucht und für Fragen und Gespräche für die Angehörigen zur Verfügung steht.

(NGZ/rl)