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Dormagen: Die Schmelzer erinnern sich

Dormagen : Die Schmelzer erinnern sich

Delrath (damü) Neben dem Dorfbaum mit Wappenschildern zu Geschichte und der Vereinswelt, einer Brunnenanlage, einer Pergola mit Sitzgelegenheiten, Flaggenmasten und anderen Elementen ist der Delrather Dorfplatz seit dem Wochenende um eine weitere Attraktion reicher.

Delrath (damü) Neben dem Dorfbaum mit Wappenschildern zu Geschichte und der Vereinswelt, einer Brunnenanlage, einer Pergola mit Sitzgelegenheiten, Flaggenmasten und anderen Elementen ist der Delrather Dorfplatz seit dem Wochenende um eine weitere Attraktion reicher.

Das Arrangement im Ortsmittelpunkt wird jetzt durch die lebensgroße Bronzeskulptur eines Zinkschmelzers ergänzt, der an die zahlreichen Arbeiter in der ortsansässigen Zinkhütte erinnern soll.

Knapp drei Jahre hatten Planung und Umsetzung in Anspruch genommen, bis die Skulptur am Donnerstag aufgestellt und am Samstag unter großer Beteiligung der Bürger von Pfarrer Klaus Koltermann geweiht werden konnte. Begleitet wurde der Tag durch das Tambourcorps "Fröhlich Voran".

"Die Stimmung ist einfach toll. Vielen älteren Delrathern ist die Zinkhütte im Ort noch in guter Erinnerung", berichtete Burkhard Schleif, Geschäftsführer des Team Dorfplatz Delrath 2001 e. V. Gewählt worden sei der Zinkschmelzer besonders in Anlehnung an die geschichtlichen Wurzeln des Dormagener Stadtteils.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Zinkhütte in Delrath eröffnet und erst im Herbst 1971 geschlossen. Insgesamt 13 der ehemaligen Zinkschmelzer waren persönlich zur Einweihung des Denkmals gekommen und enthüllten mit dem Vorsitzenden des Team Dorfplatz, Günter Blank, die Skulptur.

"Es ist sehr bewegend, diese Menschen bei der Eröffnung dabeizuhaben. Viele haben sich das erste Mal seit Jahrzehnte wiedergesehen", erklärte Schleif.

Geschaffen wurde die Skulptur von dem Kölner Bildhauer Herbert Labuska, der unter anderem das Treideldenkmal in Stürzelberg, die Kindergruppe in Nievenheim und die Bronzescheine am Zonser Schweinebrunnen herstellte. Für sein Kunstwerk erhielt der Künstler am Samstagnachmittag viel Lob von der Anwesenden.

Die Kosten der Bronzefigur wurde zum einen von der Sparkassen-Stiftung, sowie aus Vereinsmitteln und Spenden getragen. Als Ergänzung zur Skulptur des Zinkschmelzers ist auch die eines Landwirts geplant. Denn ebenso wie der Zinkarbeiter, sei die Landwirtschaft ein bedeutender historischer Aspekt der Delrather Alltagsgeschichte.

"Viele Bürger fanden die Figur des Zinkschmelzers sehr schön, aber nun soll die eines Landwirtes auch noch kommen", ist Geschäftsführer Schleif sicher. Eben für jene wurden bereits zahlreiche Spenden gesammelt

(NGZ)