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Dormagen: Die Patin des Eselbabys vom Tannenbusch

Dormagen : Die Patin des Eselbabys vom Tannenbusch

Kinder, die sich für Projekte engagieren: Lenja-Marie Geske aus Zons ist Patin der Eselmutter "Emma" und ihres Baby "Elli" vom Tannenbusch. Die neun Jahre alte Zonserin freut sich, für die beiden Esel mit zu sorgen.

Lenja-Marie ist sehr tierlieb. Die Neunjährige interessiert sich vor allem für Pferde, Hunde und Esel. Vor allem zu letzeren hat Lenja-Marie Geske einen guten Draht. Denn die Zonserin hat sogar die Patenschaft für zwei Esel im Tannenbusch übernommen: Seit dem 15. Mai 2012 ist sie Patin der Eselin "Emma", die zu diesem Zeitpunkt trächtig war. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der die Tiere im Tannenbusch gehören, hat ihr sogar eine Urkunde darüber ausgestellt, unterschrieben von Rolf Wörhoff, der auch den Kontakt hergestellt hatte. "Da wurde mir angeboten, auch für das Eseljunge die Patenschaft zu übernehmen, das hat mich sehr gefreut", erklärt Lenja. "Esel sind toll, sie sehen niedlich aus und haben ein schönes Fell."

Ihre Aufgaben als Patin nimmt sie sehr ernst, besucht regelmäßig alle zwei Wochen den Tierpark Tannenbusch, um nach "ihren" Eseln zu schauen. Vor allem "Elli", das Eselbaby, hat es ihr angetan. "Elli hört sogar, wenn ich sie rufe", erzählt Lenja-Marie. Das Baby, das am 17. September 2012 geboren wurde, hat sie besonders ins Herz geschlossen: "Ich darf es streicheln und auch unter Aufsicht des Tierpflegers mal ins Gehege und sie füttern", sagt die Neunjährige. Dann bringt sie mit ihren Eltern oder Großeltern den Eseln Möhren. Dabei bekommt die Eselmutter "richtige Möhren", das Eselbaby Elli dann kleine Zuckermöhren, "die kann sie besser beißen", berichtet Lenja-Marie Geske.

"Ich freue mich, dass meine Tochter sich für Tiere engagiert", sagt Susann Geske. Vermittelt haben die Patenschaften die Großeltern. Peter Spickenagel erläutert: "Wir haben gern die Patenschaften übernommen, da es unserer Enkelin gefällt, und es auch für die Tiere und den Tierparkbetreiber eine tolle Möglichkeit der Förderung bedeutet." So ein Projekt unterstütze er sehr gern, da das Geld für die Patenschaft direkt in Futter und Pflege der Esel investiert werde und seine Enkelin auch einen guten Zugang zum geförderten Tier habe.

Zuerst hatte sich Lenja Geske für Charles, das Pferd im Tannenbusch, interessiert, aber das war dann schon an einen anderen Paten vergeben. "Auch für kleinere Tiere wie Meerschweinchen und Ziegen werden immer wieder Paten gesucht", erläutert Paul Spickenagel, der mit seiner Enkelin gern auch während der Woche nachmittags in den Tannenbusch geht. "Die Tierpfleger machen einen tollen Job." Während die Tiere der SDW gehören, ist der Träger des Tierparks die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), die auch die Mitarbeiter und Tierpfleger stellt.

Wenn das Wetter jetzt im Frühling wieder schöner wird, hofft Lenja-Marie, dass sie mit Elli oder Emma mal durch den Park gehen darf. Im Moment sind die Esel lieber im Stall als im kalten Gehege. "Elli ist sehr neugierig und kommt oft mal gucken, wer draußen steht", berichtet Lenja-Marie. Die Neunjährige, die Klavier spielt und gern Musik hört, wollte Elli eigentlich Emily nennen — oder Emil, wenn es ein Junge geworden wäre. Doch dann hat sie dem Vorschlag zugestimmt, das Eselbaby nach Elisabeth Heinecke, der kurz zuvor verstorbenen Leiterin des Tannenbusch-Waldkindergartens, zu benennen.

Auch zu Karneval zeigt sich die Tierliebe Lenja-Maries: Sie verkleidet sich nicht als Indianerin oder Prinzessin, sondern als Leopard.

(NGZ/ac)