Dormagen: Die "Neue Kölsche Welle" rollt wieder an

Dormagen: Die "Neue Kölsche Welle" rollt wieder an

Pfingstsonntag findet zum dritten Mal das Konzert mit Festivalcharakter auf dem Dormagener Schützenplatz statt: Die drei angesagten Kölner Bands Kasalla, Cat Ballou und die Paveier spielen am 20. Mai live in Dormagen.

"Beim dritten Mal ist es Brauchtum", sagt Jens Wagner, Präsident der Karnevalsgesellschaft "Ahl Dormagener Junge" und meint damit die "Neue Kölsche Welle", die am 20. Mai bereits in die dritte Runde geht. Warum sich die Zuschauer auch in diesem Jahr wieder drauf freuen können, wissen er und Organisator Marc Pesch genau. "Wir bieten Dormagen eine schöne Veranstaltung mit Open-Air-Charakter", sagt Wagner. Und die Nachfrage bestätigt sie - Dormagen braucht eine Veranstaltung, bei der außerhalb des Karnevals zu Kölscher Musik gefeiert werden kann.

Foto: Georg Salzburg

Auch in diesem Jahr sind schon über 1700 Karten verkauft. Neben den vielen Dormagenern kommen auch Besucher aus dem Umland. In diesem Jahr dürfen sich die Besucher wieder über Live-Musik von Kasalla und Cat Ballou freuen. Sie waren bereits bei der Premiere 2016 dabei. Gemeinsam mit der Band Paveier werden sie die erwarteten rund 2000 Gäste mit Kölscher Musik wieder in Feierlaune versetzen. Das Konzert wird wieder fünf bis sechs Stunden dauern, jede Band wird circa eine Stunde live performen. Zwischendurch wird Marc Pesch auflegen, damit die Feierlaune in den Auf- und Abbauphasen nicht abreißt. Für Essen und Trinken ist auf dem umzäunten und windgeschützten Gelände selbstverständlich gesorgt.

"Die Idee entstand im Frühjahr 2015. Wir saßen gemeinsam im Biergarten auf dem Rathausplatz und redeten darüber, dass Dormagen noch ein Event fehlt, das jede Altersgruppe anspricht", erinnert sich Pesch. 2016 war die Premiere des Open-Air-Konzerts. Die jungen kölschen Bands Kasalla, Cat Ballou und Querbeat spielten und sorgten für eine tolle Stimmung im Festzelt, das wegen schlechter Witterung aufgebaut wurde. Neben der positiven Rückmeldung gab es aber auch Kritik für die Organisatoren: Es gab zu wenig Toiletten, und die Besucher bemängelten unter anderem die langen Auf- und Abbauphasen zwischen den Bands. Nichtsdestotrotz gab es 2017 eine zweite Auflage. Diesmal mit den Domstürmern, Miljö und Brings. Die Fehler vom ersten Mal waren behoben: Es gab genügend Toilettenwagen, die größere Bühne und die neue Musikanlage ermöglichten eine Beschallung bis in die letzte Ecke. "Letztes Jahr war super", erzählt Beate Hauptmann, sie war mit ihrer Familie bereits zwei Mal bei der Veranstaltung und freut sich schon aufs dritte Mal. "Die Atmosphäre ist einfach toll, so etwas ist super für Dormagen", sagt Hauptmann und fügt hinzu, dass man "wirklich hautnah an den Bands" ist.

"Der Name 'Neue Kölsche Welle' kommt daher, dass wir versuchen junge Bands zu verpflichten", erzählt Wagner. "Das ist gar nicht so einfach", weiß Pesch. Um beispielsweise Kasalla ein zweites Mal für das Großkonzert nach Dormagen zu holen, "waren einige Telefonate nötig", erinnert er sich. Allerdings hat er festgestellt: "Es wird jedes Jahr einfacher, das Event zu planen." Für ihn ist es eine der größten Veranstaltungen. "Die Zusammenarbeit mit den Behörden und mit der Stadt klappt wirklich gut", lobt Pesch und das, obwohl es nicht einfach ist, alle Auflagen zu erfüllen. "Das fängt an mit der Zahl der Notausgänge." Auch die Ansprüche der Bands müssen erfüllt werden. "Wir möchten, dass die Leute heim gehen und wiederkommen wollen", sagt er.

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In diesem Jahr wird die "Neue Kölsche Welle" exportiert - nach Bedburg. "Die Resonanz macht uns stolz", freut sich Pesch. "Wir gehen jedes Jahr ein hohes Risiko ein, die Veranstaltung kostet um die 45.000 Euro, von der Platzmiete bis hin zu den Kosten für die Bands", erzählt er. Ohne den Hauptsponsor, die VR Bank, wäre dies nicht möglich. "Marc Pesch hat uns 2015 sein Konzept vorgestellt, und wir fanden es war 'ne runde Sache", erinnert sich Tanja Engwicht von der VR Bank. "Alle, die für Kölsche Musik schwärmen, sind dort gut aufgehoben", fügt sie hinzu. Sie selbst war bisher jedes Jahr dabei und freut sich darauf, auch in diesem Jahr wieder mit vielen Freunden auf das Konzert zu gehen. "Es wird ein breites Publikum angesprochen, und das unterstützen wir gerne, es spricht nichts gegen eine weitere Zusammenarbeit", sagt Engwicht.

Auch für die Dormagenerin Simone Metzemacher ist das Open-Air-Konzert ein Muss. "Es ist toll, dass gerade die neueren Bands eine Chance bekommen", findet sie. "Wir waren jedes Mal da. Letztes Jahr war morgens die Konfirmation meiner Tochter, und abends haben wir auf dem Schützenplatz gefeiert. Hoffentlich gibt es das weiterhin."

"Solange die Nachfrage groß ist, wird es das Event weiter geben", sagt Pesch. "Wir hoffen, dass die Dormagener weiterhin kommen. Wir freuen uns über jeden Besucher." Für das Konzert am Pfingstsonntag gibt es noch Karten. "Bei Bedarf könnte man das Gelände sogar noch etwas erweitern, so dass mehr Besucher kommen können", erzählt Pesch.

(NGZ)