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Dormagen: Die neue Heimat Dormagen

Dormagen : Die neue Heimat Dormagen

Dormagen ist ein beliebter Wohnort auch für Berufstätige aus dem Umland. Dietmar und Heidi Fischer sind aus Ulm nach Stürzelberg gezogen. Der Redaktion erzählten sie von ihrem ersten Eindruck und warum es ihnen hier gut gefällt.

Einen besseren Einstieg hätten sie wohl nicht bekommen können: Kurz nachdem Dietmar und Heidi Fischer nach Stürzelberg gezogen waren, fand das Schützenfest statt, bei dem sie auf einen Schlag die ganze Nachbarschaft kennenlernten. Sie kamen ins Gespräch und lernten nebenbei des Rheinlands wichtigste Tradition kennen: das Schützenwesen. "Es war der perfekte Start", sagt Dietmar Fischer.

Bis vor kurzem lebte die Familie Fischer noch auf einem modernisierten Bauernhof in Tomerdingen, einem rund 2000-Seelen-Dorf in der Nähe von Ulm. Als Vater Dietmar, Professor für experimentelle Neurologie, eine permanente Professur an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität annahm, musste sich die Familie jedoch im Umkreis eine Unterkunft suchen. Jetzt wohnen Dietmar und Heidi Fischer mit ihren zwei Töchtern in Dormagen — genauer gesagt in Stürzelberg.

Das Rheinland war vorher eine fremde Region für sie, doch der erste Eindruck war positiv. "Ich war ganz überrascht, dass man hier so ländlich wohnt", sagt Dietmar Fischer. Im dichten Ballungsgebiet zwischen Köln und Düsseldorf und den Ausläufern des Ruhrgebietes hatte das Ehepaar keine Naherholungsgebiete wie die Zonser Heide oder den Tannenbusch erwartet.

Vielmehr setzte sich die Vorstellung fest, Dormagen sei eine Industriestadt, von Chemie geprägt und ohne grüne Oasen. Diese Erwartung wurde jedoch nicht bestätigt. Heidi Fischer lobt die Freizeitangebote in der Gegend — auch im Hinblick auf die Kinder. Schon die eine oder andere Fahrradtour wurde zum großen Spielplatz in der Zonser Heide oder zum Grind gemacht.

Von der Stadt Dormagen bekam die Familie — wie jeder Neuankömmling in der Stadt — eine Infomappe. "Die Broschüre war sehr hilfreich", meint Heidi Fischer. Wo der nächste Arzt, die Stadtbücherei oder die Schule ist, war dort aufgelistet. Gegenüber ihrem alten Wohnort ist Dormagen beinah eine Großstadt.

"Uns ist gleich aufgefallen, dass die Häuser hier sehr dicht an dicht gebaut sind", sagt Dietmar Fischer. "Wir haben hier ja im Prinzip auch eine Autobahn vor der Tür", meint Heidi Fischer. Doppelhaushälften, wie es in Dormagen sehr viele gibt, habe es in Tomerdingen nicht gegeben. Der Umzug sei auf jeden Fall eine Umstellung gewesen. "Eine größere Stadt bietet viele Möglichkeiten, birgt aber auch viele Gefahren", meint Dietmar Fischer.

Bislang wohnt die Familie in einer Wohnung, was sich wohl noch ändern soll. Doch eines ist sicher: In Stürzelberg bleiben will die Familie auf jeden Fall. Immerhin hat sie sich jetzt hier eingelebt.

(NGZ)