Die neue BvA-Aula in Dormagen ist für Vereine nutzbar

Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen: Neue BvA-Aula ist für Vereine nutzbar

Nach 14 Monaten Bauzeit wurde die Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums beim Neujahrsempfang eingeweiht.

Gottes Segen für die sanierte Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums (BvA) erbat Pfarrer Peter Stelten beim Neujahrsempfang der Stadt Dormagen, der eigens wegen der noch nicht fertiggestellten Schulaula um vier Wochen verschoben worden war. Doch so kamen die rund 600 geladenen Gäste in den Genuss der Einweihung des neu gestalteten, nun ebenen Raums. „Schön geworden“, waren die beiden am meisten gehörten Worte zur hellen und freundlich wirkenden Aula, die durch ein Lichtkonzept auch die Stadtfarben Blau und Gelb aufgreifen kann.

Pfarrer Stelten, der für den erkrankten evangelischen Pfarrer Frank Picht „in guter rheinisch-ökumenischer Tradition“ mitsprach, wünschte der Aula und ihren Besuchern eine gute Zukunft. Den Saal hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld als „Schmuckstück“ bezeichnet: „Und auch wenn noch nicht alles sitzt, auch wenn hier und da in den nächsten Wochen sicher noch geschliffen und gefeilt werden muss – ich finde, diese Aula ist schon ein ziemliches Schmuckstück geworden.“ Dem stimmte auch Schulleiter Theodor Lindner zu: „Sie ist sehr schön geworden“, sagte Lindner, der sehr froh darüber ist, dass die Bauzeit nun beendet ist.

Denn die 1966 gebaute renovierungsbedürftige Aula, in der die Besucher der Kabarett- und Theateraufführungen des städtischen Kulturbüros oft schwitzten, ist innerhalb von 14 Monaten nach Plänen der Architekten Johannes und Frank Klobusch von Grund auf saniert und umgebaut worden. Die Gesamtkosten liegen bei rund zwei Millionen Euro. Neben der Nutzung durch die Schule soll die Aula in Zukunft auch für kulturelle Veranstaltungen der Stadt genutzt werden. Allerdings nicht mehr 2019: „Diese Planungen sind längst abgeschlossen, auch für 2020 laufen bereits die ersten Buchungen“, erklärte Kulturbüro-Leiter Olaf Moll auf Nachfrage.

Vereine können die Aula beim technischen Gebäudemanagement des Eigenbetriebs Dormagen ebenfalls für ihre Veranstaltungen mieten. „Die Vorgaben richten sich nach der geltenden Nutzungs- und Entgeltordnung“, erklärte Stadt-Pressesprecher Max Laufer. Es gibt drei Bestuhlungs-Szenarien für Reihen-, Bankett- und Steh-Veranstaltungen.

Der viel diskutierte Umbau dieser geschichtsträchtigen Veranstaltungsstätte sei mit dem Anspruch vorangetrieben worden, „die Geschichte des Gebäudes zu respektieren und dennoch eine zeitgemäße und zukunftsfeste Aula und Veranstaltungsstätte zu bauen“, wie Lierenfeld ausführte. Das hat bei den künstlerisch gestalteten Türen, die weiterhin das nun neu aufgeteilte Foyer vom Veranstaltungssaal trennen, gut geklappt.

„Wir alle wissen aber auch, dass wir diesem Anspruch während der 14-monatigen Bauphase leider nicht immer gerecht geworden sind. Die teilweise Zerstörung der Schreiber-Fenster ist ein Schatten, der auf der Umsetzung dieses Projekts liegt“, erinnerte der Bürgermeister an dieses unrühmliche Kapitel. „Durch den gemeinsam mit dem Geschichtsverein entwickelten Plan, die geretteten Fenster künftig in der Glasgalerie des Kulturhauses sichtbar zu machen, ist es uns aber zumindest gelungen, diesen Fehler wieder gut zu machen – ein Stück weit“, wies Lierenfeld darauf hin, dass der Stadtrat beschlossen hat, den Geschichtsverein mit 10.000 Euro für dieses Projekt zu unterstützen.

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