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Dormagen: Die Neue an der Spitze der JU

Dormagen : Die Neue an der Spitze der JU

Erst seit wenigen Tagen ist die neue Vorsitzende des JU-Stadtverbandes im Amt, doch bereits seit einem Jahr hat Alana Schiffer sich auf diesen Job vorbereitet. Junge Menschen für Politik zu interessieren, liegt ihr und ihren Vorstandskollegen besonders am Herzen.

Für Politik habe sie sich schon als Schülerin interessiert, erzählt Alana Schiffer. 2007 wurde die Zonserin dann Mitglied der Jungen Union, zunächst aber, wie sie gesteht, recht passiv. Erst vor einem Jahr startete die 20-Jährige durch, plante und organisierte Veranstaltungen und fand schnell Gefallen an der Arbeit. Und da Vorgänger André Heryschek bereits zeitig angekündigt hatte, dass er nach fünfjähriger Vorstandsarbeit nicht wieder kandidieren werde, brauchte es nicht lange, Alana zu überreden.

Ohne eine Gegenstimme wurde sie gewählt und hat nun direkt eine große Aufgabe – die Jobbörse am 18. und 19. Juni in der Rathausgalerie. "17 Aussteller werden kommen", erzählt die JU-Vorsitzende, die alle Pläne in der Hand hat, und dafür sorgen muss, dass auch jeder seinen Stand mit gewünschter Größe an gewünschter Stelle hat.

Neben Unternehmen aus dem Rhein-Kreis, dem Rhein-Kreis selbst, der Kreispolizeibehörde sowie der FOM Neuss, werden auch Firmen aus Mönchgladbach und Köln dabei sein. Wenn die Börse gut überstanden ist, will die junge Frau gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen ein Konzept erarbeiten, wie man neue Mitglieder für den Stadtverband gewinnen kann.

"Wir müssen direkt an die jungen Leute herantreten, das Gespräch suchen und sie davon überzeugen, dass Politik sehr interessant sein kann", sagt Alana Schiffers und ist recht optimistisch. Hat ihr Vorgänger Heryschek die Mitgliederzahl bereits von 55 auf 84 steigern können, möchte sie gerne die 100er-Marke knacken. Dabei hat sie neben ihrer Vorstandsarbeit auch noch eine andere zu leisten: Alana macht zurzeit eine Ausbildung zur Kreissekretärin, nachdem sie das Erzbischhöfliche Berufskolleg Marienberg in Neuss abgeschlossen hatte. Zuvor war die Zonserin Schülerin der Nievenhiemer Gesamtschule gewesen.

In ihrer Freizeit joggt sie gern, liest oder trifft sich mit Freunden. Da kann sie natürlich auch mal die Politik Politik sein lassen. Und was sagt die Jungpolitikerin zum Rücktritt zu Guttenbergs? "Ich kann verstehen, dass er dem Druck nicht standhalten konnte, und es ist richtig, dass er die Konsequenzen aus seinem Verhalten ziehen musste", meint sie. Dennoch sei er ein guter Verteidigungsminister gewesen. "Ich bin überzeugt, dass er in ein paar Jahren wiederkommen wird", sagt sie.

Was in zwei Jahren sein wird, darüber will sie jetzt noch nicht spekulieren. "Erst einmal werden wir in den kommenden zwei Jahren gute und nachhaltige Arbeit für die Stadt Dormagen und ihre Einwohner machen." Ob irgendwann denn doch noch der Ansprung in die große Politik kommt, wird sich zeigen. Abgeneigt scheint die 20-Jährige jedenfalls nicht.

(NGZ)