1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Die Kapazität deutlich erweitert

Dormagen : Die Kapazität deutlich erweitert

Chemie-Zulieferer APL in St. Peter feiert heute die räumliche Expansion seines Betriebs. Das Unternehmen hat die Krise erst jetzt zu spüren bekommen, setzt aber voll auf den Aufschwung.

Chemie-Zulieferer APL in St. Peter feiert heute die räumliche Expansion seines Betriebs. Das Unternehmen hat die Krise erst jetzt zu spüren bekommen, setzt aber voll auf den Aufschwung.

St. Peter Die APL an der Robert-Bosch-Straße in St. Peter gehört zu den nicht sehr großen, aber feinen Unternehmen in Dormagen, die in erster Linie für die heimische Industrie arbeiten. Zu den Kunden zählt das "Who's Who" der Chemieparks: Bayer, Lanxess, Ineos gehören dazu, um einige Beispiele aus dem heimischen Chempark zu nennen. Hinzu kommen weitere namhafte Firmen.

Das Programm der APL Apparatebau GmbH ist breit gefächert. Es reicht vom Wärmeaustauscher unter anderem für die petrochemische Industrie über Druckbehälter, Hochdruckwärmeaustauscher, Abscheider bis zu Kondensatoren und Verdampfer, vom CO2-Verflüssiger und Chlorgaskühler bis zum Speiseöl-Vorwärmer, um nur einige Beispiele aus der Produktpalette zu nennen.

Heute wird bei APL groß gefeiert. Das Unternehmen hat seine Hallenkapazität um 150 Prozent erweitert. "Wir zeigen damit, dass wir für den Aufschwung gerüstet sind", berichtet Firmensprecherin Gisela Wolters. Zunächst wird es nachmittags im Hotel Schloss Friedestrom in Zons ein Fachseminar für ausgewählte Kunden geben. Am Abend wird dann die Halle in Blau und Rot erscheinen, den Farben des Unternehmen. Zu dem Gala-Abend wird auch Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann erwartet. Er macht damit sein Versprechen wahr, dass Wirtschaftsförderung in Dormagen Chefsache sei.

Die APL ist aus dem früheren Betrieb Wassenberg Apparatebau hervorgegangenen, der Ende der siebziger Jahre in Konkurs gegangen war. Zunächst von der Hans Güntner GmbH aus Fürstenfeldbruck übernommen, ging das Unternehmen 1985 an Diplom-Ingenieur Bernd Müller über.

Zur Jahrtausendwende wurden beide Unternehmen getrennt, neuer Partner wurde die Firma Stahlbau Hopfgarten. Mitte 2001 verband Geschäftsführer Manfred Pletzer beide Schwesterfirmen und führte sie zu neuer Blüte. Heute zählt das Unternehmen rund 50 Mitarbeiter, APL erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Umsatz der Firmengeschichte.

Zwar gab es 2003 einen Unsatzrückgang, der nach Angaben der Geschäftsleitung aber bald überwunden wurde. "Bei uns hat sich die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise erst in den vergangenen beiden Monaten bemerkbar gemacht", so Gisela Wolters. "Wir bekommen Krisen immer erst relativ spät zu spüren." Aber sie erwartet auch, dass es nur bei einer "Delle" bleibt.

APL zählt heute nach eigener Einschätzung zu den führenden Apparateherstellern mit dem Schwerpunkt auf der konstruktiven und fertigungstechnischen Umsetzung spezieller Anwendungen für die chemische Industrie. Mit der Neugründung des Unternehmens 2001 war auch ein Generationenwechsel vollzogen worden. Geschäftsführer Manfred Pletzer ist nach dem Betriebswirtschaftsstudium seit 1991 im Unternehmen und seit 1998 Geschäftsführer. Er sagt: "Es hat für mich einen besonderen Wert, in meiner Heimat Arbeitsplätze zu sichern."

Vertriebsleiter am Standort Dormagen ist Rainer Dalibor, der bereits seit 1988 bei der Hans Güntner GmbH tätig war. Sein Credo lautet: "Enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und deren Vertrauen APL gegenüber macht es möglich, Qualität und Perfektion zu liefern. Innovation und Pünktlichkeit sind wichtige Stichworte bei uns."

(RP)